Nach Disqualifikation

"Was soll das?" – Widhölzl teilt gegen Slowenen aus

Skisprung-Cheftrainer Andreas Widhölzl teilt im Rahmen der Vierschanzentournee gegen Timi Zajc aus.
Sport Heute
03.01.2026, 08:53
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Die doppelte Disqualifikation von Timi Zajc bei der 74. Vierschanzentournee sorgt beim ÖSV für Unverständnis – allerdings nicht wegen der Entscheidung selbst, sondern wegen der Reaktion des Slowenen. Cheftrainer Andreas Widhölzl reagierte mit Kopfschütteln: "Die Argumentation finde ich nicht optimal. Und auch das Posting im Internet war nicht schlau." Nach der Aberkennung seines zweiten Platzes in Oberstdorf hatte Zajc mit Galgenhumor reagiert und auf Instagram über das "Stretchen" seines Anzugs gescherzt – ein Beitrag, den er später wieder löschte. "Da frage ich mich schon: Was soll das?", so Widhölzl.

Beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen folgte dann die nächste Disqualifikation. Erneut entsprach der Sprunganzug nicht den Vorschriften – diesmal war die Beininnenlänge um vier Millimeter zu kurz. Bereits in Oberstdorf waren es drei Millimeter gewesen. Mit dem zweiten Vergehen kassierte der 25-Jährige die Rote Karte und ist damit für die Bewerbe in Innsbruck und Bischofshofen gesperrt. Für Kritik sorgte auch Zajcs öffentlicher Umgang mit der Situation. Eurosport-Experte Martin Schmitt fand deutliche Worte: "Das ist frech – und zwar nicht im positiven Sinn."

Die Kontrollen selbst verteidigte Widhölzl hingegen ausdrücklich. FIS-Kontrolleur Mathias Hafele hatte in Garmisch bereits vor dem Sprung kontrolliert – und nicht wie üblich erst nach dem ersten Durchgang. "Ich finde es gut, wie hier agiert wird. Für den Sport ist es wichtig, dass konsequent durchgegriffen wird", sagte der ÖSV-Coach. Nur mit einer klaren Linie würden sich die Athleten auch an die Regeln halten.

Der slowenische Verband reagierte dennoch verärgert und legte Protest bei der FIS ein. Skisprung-Chef Gorazd Pogorelcnik erklärte, dass der Anzug bei der teaminternen Kontrolle noch regelkonform gewesen sei. Unterschiede zur FIS-Messung könnten laut ihm durch äußere Einflüsse wie Temperatur oder Feuchtigkeit entstanden sein. Neben Zajc wurden in Garmisch auch der US-Amerikaner Jason Colby und der Türke Fatih Arda Ipcioglu disqualifiziert.

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