Am Mittwoch (10.Juni) ereignete sich über dem Bodensee ein eindrucksvolles Naturschauspiel:
Ein Tornado, der als Wasserhose bezeichnet wird, bildete sich und war mehrere Minuten lang sichtbar. Passanten filmten das seltene Wetterphänomen und veröffentlichten die Aufnahmen im Internet.
Auf den Bildern ist deutlich zu erkennen, wie der Rüssel des Tornados die Wasseroberfläche berührt und das Wasser aufwirbelt.
Die Wasserhose hielt sich laut Augenzeugen rund fünf bis zehn Minuten und bewegte sich in Richtung Ufer.
Wie t-online.de unter Berufung auf die Schwäbische Zeitung und Vorarlberg Online berichtet, bestätigte auch der Deutsche Wetterdienst den Tornado über dem Wasser. Genaue Winddaten lagen zwar nicht vor, doch die Bilder sprechen eine klare Sprache.
Wasserhosen werden am Bodensee etwa zwei- bis dreimal pro Jahr beobachtet, besonders häufig im September, wenn die Wassertemperaturen die Entstehung begünstigen. Laut dem Deutschen Wetterdienst entsteht dabei ein rotierender Aufwindschlauch durch spezielle Windverhältnisse.
Tornados über Gewässern können gefährlich werden, etwa wenn sie Boote oder Surfer treffen. Ein tragisches Beispiel ereignete sich 1901 am Zeuthener See bei Berlin: Damals kenterte ein Segelboot durch eine Wasserhose, sieben Menschen kamen ums Leben.
Berichte über Schäden durch die aktuelle Wasserhose am Bodensee liegen derzeit nicht vor.