Wechsel statt Startelf? Ronaldo-Wirbel bei Juventus

Cristiano Ronaldo
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Cristiano Ronaldo soll gegen Udinese freiwillig nicht von Beginn an gespielt haben, weil er den Abgang von Juventus plant. Der Verein dementiert.

Wie oft haben wir solche Szenen schon gesehen? Vierte Minute der Nachspielzeit, ausgeglichener Spielstand und dann schlägt CR7 zu. Der Jubel über den vermeintlichen Siegestreffer für Juventus blieb Cristiano Ronaldo am Sonntagabend beim Gastspiel bei Udinese jedoch im Hals stecken. Weil der Portugiese vor seinem Kopfball hauchdünn im Abseits stand, intervenierte der VAR und der Schiedsrichter erkannte das Tor ab. Der Superstar erhielt sogar noch die Gelbe Karte, weil er für den verfrühten Torjubel wieder einmal sein Trikot ausgezogen hatte, um der Weltöffentlichkeit seinen Luxus-Körper präsentieren zu können.

Ein Hin und Her, dass fast schon sinnbildlich ist für die derzeitige Situation von Ronaldo bei den Bianconeri. Wenige Stunden vor dem Anpfiff zur Partie sorgte die Meldung für Wirbel, wonach der fünffache Weltfußballer angeblich selbst darum bat, beim Spiel zum Auftakt der Serie A nicht eingesetzt zu werden. Dies aber nicht etwa wegen einer verletzungsbedingten Schonung, sondern wegen eines bevorstehenden Wechsels.

Wechsel zu Messi?

In den letzten Wochen hatten mehrere internationale Medien geschrieben, dass Ronaldo zu PSG wechseln wird, wenn Mbappe tatsächlich nicht beim Messi-Klub bleiben sollte. Beispielsweise berichtete die spanische Zeitung "As" davon, dass das Ziel von PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi schon immer gewesen sei, Messi, Ronaldo und Neymar als Trio in seinem Team zu haben. Der fünffache Weltfußballer Ronaldo und der sechsfache Weltfussballer Messi in einer Mannschaft – was für eine Traumvorstellung!

Transferexperte Fabrizio Romano schrieb nun am Sonntag auf Twitter, Juventus habe zwar noch keinerlei offizielle Angebote für Ronaldo erhalten, betonte aber gleichzeitig, dass der Spieler hoffe, noch eine Lösung auf dem Transfermarkt zu finden. In den letzten Wochen wurde in diversen Medien immer wieder von einem angeblichen Interesse von PSG, Manchester City oder Ronaldos Ex-Klub Real Madrid an dem 36-Jährigen geschrieben.

Zumindest eine Rückkehr von Ronaldo zu Real dürfte endgültig vom Tisch sein, da Carlo Ancelotti, der neue Trainer der Königlichen, die Meldung auf Twitter bereits letzte Woche gleich selbst dementierte: "Cristiano ist eine Legende von Real Madrid und hat all meine Zuneigung und all meinen Respekt. Ich habe nie in Erwägung gezogen, ihn zu verpflichten. Wir schauen nach vorne."

Juventus-Vizepräsident Pavel Nedved wurde vor dem Spiel in Udine gegenüber DAZN auf die Causa Ronaldo angesprochen, spielte die Angelegenheit aber herunter und dementierte einen Wechselwunsch seines Superstars: "Wir haben diese Entscheidung gemeinsam mit Ronaldo getroffen. Das ist nichts Besonderes. Ronaldo wird hundertprozentig bleiben."

Bleibt er, oder geht er?

Am Samstag hatte sich zuvor schon Juve-Trainer Massimiliano Allegri zu der Situation von Ronaldo geäußert und tönte dabei wie Nedved zuversichtlich: "Um das einmal klarzustellen: Mir hat er gesagt, dass er bleibt."

Der Portugiese selbst hatte sich bereits vor der neuerlichen Aufregung über die anhaltenden Spekulationen zu Wort gemeldet und beschwerte sich in einem Post auf Instagram über "Respektlosigkeiten". "Ich kann nicht zulassen, dass mit meinem Namen gespielt wird", schrieb Ronaldo, jedoch ohne dabei einen Fortgang von Juventus komplett auszuschließen.

Der Marktwert von Ronaldo beläuft sich auf 45 Millionen Euro, wobei sein Vertrag in Turin im Sommer 2022 ausläuft. Italienische Medien spekulierten zuletzt jedoch sogar, dass ihn Juventus bei einem konkreten Angebot auch für eine Summe von rund 28 Millionen Euro ziehen lassen könnte.

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