Am Mittwoch machte die "Gazzetta dello Sport" ein Treffen des österreichischen Nationalteam-Trainers Ralf Rangnick mit dem italienischen Spitzenklub AC Milan öffentlich. Eine Delegation mit Besitzer Gerry Cardinale sowie Klub-Berater und Ex-Profi Zlatan Ibrahimovic reiste tags zuvor extra nach Wien, um mit dem Deutschen ein mögliches Engagement zu besprechen. Jetzt äußerte sich der 67-Jährige selbst über einen möglichen ÖFB-Abgang.
Der ÖFB-Teamchef wollte das bei einem Medientermin seiner Privatstiftung am Mittwoch in Wien allerdings nicht dementieren. "Dass bei AC Milan am vergangenen Wochenende etwas Außergewöhnliches passiert ist, hat wohl jeder mitbekommen", erklärte Rangnick.
Bei Milan herrscht nämlich nach dem Saisonfinale Ausnahmezustand. Die Italiener verspielten mit einer peinlichen 1:2-Heimniederlage gegen Cagliari die Teilnahme an der Champions League. Die Konsequenzen folgten prompt: Sportdirektor und Trainer mussten gehen, beim Traditionsklub steht nun ein großer Umbruch bevor – und Rangnick soll diesen vorantreiben.
Ob der Deutsche dabei tatsächlich selbst an einer zentralen Rolle – womöglich die als Sportdirektor – interessiert ist, ließ er offen. "Der einzige Ansprechpartner für mich, was Vertragliches betrifft, ist und bleibt der ÖFB", stellte der Teamchef klar.
Schon zuletzt war Rangnick mehrfach mit Milan in Verbindung gebracht worden. Der Deutsche galt bereits 2020 als Kandidat bei den Lombarden, damals platzte der Deal allerdings kurzfristig. Nun könnte es einen neuen Anlauf geben.