WEGA-Einsatz – Wiener bricht in Wohnung von Ex ein

WEGA-Einsatz wegen häuslicher Gewalt in Wien
WEGA-Einsatz wegen häuslicher Gewalt in WienLeserreporter
Nächtlicher Polizeieinsatz in Wien-Favoriten: Ein Mann (39) verschaffte sich Zutritt in die Wohnung seiner Ex-Freundin, dann rückte die WEGA an.

Nachdem die Lebensgefährtin (36) den gebürtigen Syrer am Vormittag desselben Tages wegen häuslicher Gewalt angezeigt hatte, sprach die Polizei gegen ihn ein sofortiges Betretungsverbot aus. 

Trotz dieses Verbots suchte der 39-Jährige dann gegen 21.45 Uhr die Wohnung der Betroffenen in der Quellenstraße auf und verschaffte sich Zutritt. Vor der 36-Jährigen stand also plötzlich ihr Ex-Freund – aus Angst vor einem Angriff verständigte sie daraufhin sofort die Polizei. 

Notruf-Nummern

Der Polizei-Notruf (133) ist jederzeit für Personen, die Gewalt wahrnehmen oder von Gewalt betroffen sind, erreichbar. Auch der 24-Stunden Frauennotruf (01/71719) und der Frauenhaus-Notruf des Vereins Wiener Frauenhäuser (05 77 22) sind rund um die Uhr besetzt.

Tür von WEGA gewaltsam geöffnet 

Die Polizei war binnen weniger Minuten an der besagten Adresse und fand eine versperrte Wohnung vor. Trotz mehrmaligen Aufforderungen die Tür zu öffnen, weigerte sich der Syrer zu kooperieren. Aufgrund dessen war nur wenige Augenblicke später bereits die WEGA vor Ort. Der 39-jährige Syrer weigerte sich weiterhin vehement, den Beamten Zugang zu gewähren. Somit blieb der Sondereinheit nichts anders übrig, als die Tür mit Gewalt aufzubrechen, um zu der hilfesuchenden Frau zu gelangen.

Auf freiem Fuß angezeigt

Laut Angaben der Wiener Landespolizei konnte der Mann allerdings nicht verhaftet werden, weil kein weiteres Strafdelikt vorlag. Dennoch wurde der 39-Jährige wegen der Missachtung des Annäherungs- und Betretungsverbots angezeigt. 

Gefährder müssen zum Psychologen

Dieser Fall ist keine Seltenheit mehr. Täglich sollen bis zu zehn Betretungs- und Annäherungsverbote ausgesprochen werden –"Heute" berichtete. Ab 1. September wird es für Gefährder, gegen die so ein Verbot verhängt wird, verpflichtend, sechs psychologische Beratungsstunden zu absolvieren. Dies soll insbesondere zur Gewaltprävention dienen, um in Zukunft Fälle wie diese zu vermeiden. 

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