Der Familienbetrieb im Kärntner Ort Gries sieht sich wegen der geplanten Regelung gezwungen, den Betrieb einzustellen. Betreiber Michael Ramsbacher (63) kritisiert nun in mehreren Medienberichten die neue Gebühr scharf. Seine Gäste müssten in Gries bei Spittal an der Drau künftig deutlich mehr zahlen.
Hintergrund ist eine neue Aufenthaltsabgabe in Kärnten. Sie gilt für Urlauber, die in Hotels, Privatunterkünften oder auf Campingplätzen übernachten. Gäste sollen ab 1. November 2026 vier Euro pro Tag zahlen. Die bisherige Orts- und Nächtigungstaxe werden zu einer einheitlichen Aufenthaltsabgabe zusammengelegt. Künftig fallen landesweit 4,50 Euro pro Hotelgast und 4 Euro pro Campinggast an. Die Betreiber müssen die Abgabe direkt von ihren Gästen einheben.
Für viele Urlauber bedeutet das höhere Kosten. Bisher wurden 2,40 Euro pro Person als Ortstaxe verrechnet. Für den Campingplatzbetreiber ist die neue Regelung ein "schwerer Schlag". Besonders kritisiert der Betreiber, dass kaum zwischen teureren Hotels und günstigeren Campingplätzen unterschieden wird. "Das ist so, als würde man eine Flasche Champagner und ein Glas Wein um denselben Betrag erhöhen. Wer würde da noch ein Glas Wein bestellen?", sagt er gegenüber bild.de.
Seiner Meinung nach trifft die Abgabe Campingplätze besonders hart. Viele Camper hätten ein festes Urlaubsbudget. "Am Ende zählt für unsere Gäste nur der Gesamtpreis – egal, wie viele Abgaben darin versteckt sind."