Wegen Corona-Maßnahmen? Brandanschlag auf Rathaus

Ein Unbekannter zündete bei einem Fenster des Linzer Rathauses eine Gaskartusche an.
Ein Unbekannter zündete bei einem Fenster des Linzer Rathauses eine Gaskartusche an.Michael Prieschl
Nach einem Polizeiauto war nun das Neue Linzer Rathaus Ziel eines Brandanschlags. Vor einem Fenster ging eine Gaskartusche in Flammen auf.

Erst vor rund einer Woche ging im Linzer Stadtteil Ebelsberg ein Polizeiauto in Flammen auf. Wie berichtet, haben zunächst Unbekannte den Wagen der Beamten angezündet. Zuvor waren auch noch Feuerwerkskörper wie Böller gezündet worden.

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Durch intensive Ermittlungen konnte die Polizei drei Verdächtige ausforschen. Bei den Beschuldigten handelt es sich um zwei erst 16-jährige Jugendliche und einen 20-Jährigen. Ihr Motiv begründeten sie damit, etwas gegen die Polizei zu haben, weil diese die aktuell geltenden Corona-Bestimmungen kontrolliert. 

Kaum zu glauben: Laut dem Polizeibericht hätten die Beschuldigten sogar den Plan gehabt, einen Polizisten oder eine Polizistin mit Benzin zu übergießen und anzuzünden (wir berichteten).

Die Aufarbeitung dieses Falls ist noch nicht einmal ganz abgeschlossen, sorgt nun ein weiterer Brandanschlag in Linz für Entsetzen und Kopfschütteln. Ziel war dieses Mal das Neue Linzer Rathaus. Fast zeitgleich zur Freitags-Demo in der Linzer Innenstadt hat ein Unbekannter gegen 18.15 Uhr eine Gas-Kartusche vor einem Fenster im Erdgeschoß aufgestellt und angezündet.

 Die rund drei Meter hohe Flamme griff zum Glück nicht auf einen Rollladen über, und es blieb letztlich nur bei einem schwarzen Fleck auf der Betonwand des Amtsgebäudes. "Als wir eintrafen, war nur noch eine kleine Flamme zu sehen. Wir konnten das Feuer rasch ablöschen und informierten die Polizei", so der Feuerwehr-Kommandant zu "Heute".

Der Hausmeister des Rathauses, dessen Wohnung sich nur zwei Fenster weiter befindet, hatte laut eigenen Angaben einen Mann davonlaufen sehen und danach das Feuer bemerkt. Er war es auch, der die Einsatzkräfte alarmierte.

Noch keine konkreten Hinweise

Indes hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Laut derzeitigem Stand gehen die Beamten von einem Einzeltäter aus. Wie "Heute" erfuhr, soll auch schon der Verfassungsschutz eingebunden worden sein. 

Konkrete Hinweise auf den Täter gibt es derzeit noch nicht. Fest steht nur, dass vor allem in den sozialen Netzwerken aufgrund des bevorstehenden Lockdowns, Impflicht und der generellen Corona-Maßnahmen Aggressionen und Drohungen immer mehr werden. 

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