Wiens heißeste Jobs

Wegen Gluthitze – Wiener hat Eiswürfel unterm Hut

Die Wiener Innenstadt glüht bei heißen 36 Grad – trotzdem müssen viele im Freien arbeiten. Sie verraten "Heute" ihre Hitze-Tricks.
Jana Stanek
30.06.2026, 06:45
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Hitzewelle in der City – die Temperaturen kratzen in der Wiener Innenstadt an der 40-Grad-Marke. Viele müssen trotz Extremhitze draußen arbeiten, sie versuchen sich verzweifelt abzukühlen. "Heute" machte sich auf die Suche nach den heißesten Jobs und den ungewöhnlichsten Erfrischungen.

Eisiger Trick gegen Hitze

"Ich bin kaputt. Es ist 11:00 Uhr oder 11:30 Uhr und ich kann nicht mehr", gibt Amuri zu. Mit seiner Rikscha fährt er selbst bei 36 Grad durch die City. Selbst wenn andere Fahrer wegen der Hitze zur Mittagszeit Pause machen, kutschiert er die Gäste durch die Stadt. "Es ist Hochsaison, da muss ich hier bleiben."

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Gegen die Temperaturen hat er einen kuriosen Trick gefunden: "Ich hole mir Eiswürfel und schmiere sie mir auf den Körper." Bemerkenswert: Um einen Hitzeschlag zu vermeiden, setzt der 36-Jährige einen Hut auf, doch: "Nach 15 Minuten ist es wie ein Vulkan darunter. Dann lege ich mir die Eiswürfel einfach auf den Kopf. Das ist der beste Tipp", lacht er.

Tierische Abkühlung

Hundetrainer Andy versucht, Husky Stick und Golden Retriever Charles während der Gassirunde durch die Innere Stadt, wo es nur geht, Abkühlung zu verschaffen. Besonders erfrischend ist ein kleiner Brunnen nahe der Rotenturmstraße – auf Kommando springen die Hunde ins kühle Nass. "Die Runde hier ist gut, es gibt auch viele Hydranten", erklärt der 32-Jährige.

Egal wie heiß es ist, zumindest eine kleine Runde müsse er mit seinen tierischen Begleitern immer gehen, auch wenn die Vierbeiner die Hitze nicht besonders gut vertragen. Sein Tipp: "Ein kaltes Handtuch und die Pfoten abkühlen hilft."

Würstel, Pizza und Klimaanlage

Besonders warm wird es natürlich überall dort, wo gekocht, gebraten oder gebacken wird. "Wir haben zwar eine Klimaanlage, aber dort, wo wir die Würstel braten, wird es schon wärmer. Wenn es so heiß ist wie heute, kommt auch warme Luft von draußen rein", gibt Linda zu. Acht Stunden täglich steht die 18-Jährige hinter dem Tresen des berühmten Würstelstands "Bitzinger" hinter der Oper. Mit zusätzlichen Ventilatoren und viel Wasser versucht sie sich abzukühlen.

Auch beim angesagten Italiener "Figoletta" wird während der Hitzewelle in der Küche geschuftet. Wortwörtlich eingeheizt wird dabei im Herzstück der Küche: dem Pizzaofen, der auf knapp 400 Grad erhitzt wird. "Davor wird es schon sehr heiß, etwa 50 Grad", so Pizzabäcker Stefan (41). Die Klimaanlage im Restaurant kühlt jedoch auch die Küche. "Die Hitze vor dem Ofen muss man aber einfach aushalten", so der Chef. "In der Regel sind die Pizzen aber in drei Minuten fertig."

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