Schock für Fans des beliebten Frühstückslokals "Tagsüber" in der Josefstadt: Über das Vermögen von Inhaber Ersoy Aktaş wurde am 25. Juni am Handelsgericht Wien ein Konkursverfahren eröffnet.
Laut Alpenländischem Kreditorenverband (AKV) sind derzeit fünf Gläubiger mit Gesamtforderungen von rund 44.450 Euro betroffen. Das Café in der Kupkagasse 2 soll jedoch vorerst geöffnet bleiben, eine Fortführung des Unternehmens wird angestrebt.
Als Grund für die Insolvenz nennt der Betreiber persönliche Probleme. Diese hätten insbesondere bei administrativen und organisatorischen Aufgaben zu erheblichen Schwierigkeiten geführt. Ab der zweiten Jahreshälfte 2025 seien dadurch Zahlungsrückstände gegenüber Abgabenbehörden und Sozialversicherungsträgern entstanden.
Aktaş führt das Café seit Dezember 2019 als Einzelunternehmer. Das Lokal verfügt über rund 40 Sitzplätze im Innen- und Außenbereich und bietet vor allem Frühstück sowie kleinere Mittagsgerichte an.
Zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung beschäftigte das Unternehmen zwölf Mitarbeiter, überwiegend geringfügig. Die Gehälter sollen laut Angaben des Betreibers bis einschließlich Mai 2026 vollständig bezahlt worden sein. Der Betreiber will das Café sanieren und seinen Gläubigern einen Sanierungsplan vorlegen. Nach derzeitiger Einschätzung könnte eine Quote von bis zu 100 Prozent erreicht werden.
Das "Tagsüber" galt nach seiner Eröffnung als Geheimtipp, sorgte dann immer wieder für Aufmerksamkeit in den sozialen Medien. Zum Erfolg des Lokals dürften vor allem die liebevoll angerichteten Speisen beigetragen haben, die auf Insta & Co. gepostet wurden. Zu den Bestsellern zählen etwa der Avocado-Eierspeis-Toast, "Turkish Eggs" sowie täglich frisch zubereitete Pancakes.