Gastro-Krise spitzt sich zu

"Liebe Gäste, wir kämpfen ..." – Nächstes Lokal pleite

Das Gastro-Sterben geht weiter: Über das Vermögen eines Wirts aus dem Bezirk Bludenz wurde nun ein Konkursverfahren eröffnet.
Österreich Heute
23.06.2026, 09:54
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Die Krise in Österreichs Gastronomie verschärft sich weiter. Während die Zahl der Firmenpleiten insgesamt leicht zurückgeht, steigt die Zahl der Insolvenzen in der Gastronomie deutlich an.

Nach Hochrechnungen des Kreditschutzverbands KSV 1870 werden im ersten Halbjahr rund 3.400 Unternehmensinsolvenzen erwartet. Das wären zwar 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr, doch gerade die Gastronomie entwickelt sich in die Gegenrichtung. Mit bisher rund 390 Insolvenzen seien die Pleiten in der Branche heuer um zehn Prozent gestiegen. Die Preise seien für die Konsumenten sehr hoch geworden, analysierte KSV-Experte Karl Heinz Götze.

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"Leider kämpfen wir immer wieder..."

Nun trifft es einen Gastronomen aus dem Bezirk Bludenz. Das Landesgericht Feldkirch hat über das Vermögen von Aleksandar Macakanja ein Konkursverfahren eröffnet. Der Unternehmer betreibt in Ludesch das "am Dorfplatz", ein Café und Restaurant.

Auf der Webseite des Gastronomen steht aktuell: "Dauerhaft geschlossen! Liebe Gäste, leider kämpfen wir immer wieder mit dem Personalmangel und sind gezwungen, unser Restaurant zu schließen." Zum Zeitpunkt der Verfahrenseröffnung waren vier Mitarbeiter im Betrieb beschäftigt, darunter zwei Teilzeitkräfte.

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Laut dem Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) müssen die Ursachen im Zuge des Verfahrens erst geprüft werden. Auch ob der Schuldner einen Antrag auf Entschuldung stellen wird, steht noch nicht fest.

Nach aktuellem Stand sind vier Gläubiger von der Insolvenz betroffen. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf rund 105.000 Euro.

Der AKV verweist zudem darauf, dass der Unternehmer Eigentümer einer Liegenschaft in der Katastralgemeinde Ludesch ist. Im Insolvenzverfahren wird nun geprüft, ob diese bewertet und gegebenenfalls verwertet werden kann.

Auch das Betriebsvermögen wird noch erhoben. Eine Inventarisierung sowie die Bewertung durch einen Sachverständigen sollen zeigen, welchen Wert die vorhandenen Geschäftsfahrnisse sowie das Anlage- und Umlaufvermögen haben.

Forderungen können ab sofort über den Alpenländischen Kreditorenverband beim zuständigen Konkursgericht angemeldet werden.

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