Spende nach Rauswurf

Wegen Helm verbannt, jetzt casht Ukrainer 200.000 Euro

Wladyslaw Heraskewytsch wurde von Olympia ausgeschlossen. Ein Milliardär spendet dem Ukrainer jene Prämie, die er für Olympia-Gold erhalten hätte.
Sport Heute
22.02.2026, 09:01
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Die Geschichte von Skeleton-Fahrer Wladyslaw Heraskewytsch ging um die Welt. Der Ukrainer wurde bei den Olympischen Winterspielen kurz vor dem Rennen disqualifiziert, weil sein Helm nicht den Regeln entsprach. Im Detail: Der 27-Jährige zeigte auf seinem Kopfschutz die Bilder von mehr als 20 Sportlern, die im Zuge des russischen Angriffskrieges ums Leben gekommen sind.

Das IOC sah darin einen Verstoß gegen das Neutralitätsgebot der Olympischen Charta. Heraskewytsch wurde die Akkreditierung entzogen – er musste unverrichteter Dinge abreisen.

Der Sportler erhielt nach dem Eklat aufmunternde Worte, Kritik an der Disqualifikation wurde laut.

Mittlerweile ist das Skeleton-Ass zurück in der Heimat – und durfte sich dort über eine Überraschung freuen.

Der milliardenschwere Unternehmer Rinat Achmetow versprach, knapp 200.000 Euro zu überweisen. Es handele sich um jenen Betrag, der als Prämie für olympisches Gold ausgelobt war.

"Wlad Heraskewytsch wurde die Möglichkeit genommen, bei den Olympischen Spielen um den Sieg zu kämpfen, dennoch kehrt er als wahrer Sieger in die Ukraine zurück", sagte Achmetow, Kohle- und Stahl-Unternehmer und zudem Präsident des Fußballklubs Schachtar Donezk.

"Der Respekt und der Stolz, den er sich durch sein Handeln unter den Ukrainern verdient hat, sind die höchste Auszeichnung. Zugleich möchte ich, dass er genug Kraft und Ressourcen hat, um seine sportliche Karriere fortzusetzen und für Wahrheit, Freiheit und das Gedenken an jene zu kämpfen, die ihr Leben für die Ukraine gegeben haben", ergänzte Achmetow.

Weitere fünf Unternehmen haben der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine zufolge Überweisungen in Höhe von umgerechnet knapp 60.000 Euro angekündigt.

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