Skisprung-Aufreger

Aus für den Penis-Trick – Verband will alles ändern

Ein vermeintlicher Penis-Trick sorgte für helle Aufregung im Skisprung-Sport. Der Weltverband FIS will nun darauf reagieren, die Messungen umkrempeln.
Sport Heute
20.02.2026, 11:45
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Wie groß darf ein Sprunganzug sein? Diese Frage beschäftigt Athleten und die FIS schon jahrzehntelang. Fakt ist: Je größer, desto besser. Weiter geschnittene Anzüge bedeuten mehr Auftrieb und damit einen Vorteil in der Luft. Im Skisprungsport wird gerne einmal das Maximum ausgereizt, oder auch darüber hinaus im Grenzbereich gearbeitet. Das zeigten auch die aufgeflogenen Anzug-Manipulationen der norwegischen Sprinter bei der Heim-WM vor einem Jahr.

Nun sorgte der skurrile Penis-Trick für Aufregung. Vor dem Saisonstart werden die Skisprung-Asse mittels 3D-Scanner vermessen. Und genau hier sollen einige getrickst haben, heißt es. Sie sollen den Penis mittels Hyaluron-Injektion künstlich vergrößert haben. Mit der Folge, dass dann die Anzugweite im Schritt etwas größer ausfallen kann. Berichte über den vermeintlichen Penis-Trick sorgten zuletzt international für Schlagzeilen.

Suche nach einer Lösung

Der Penis-Trick sei dem Ski-Weltverband FIS bereits bekannt, man arbeite "im Hintergrund bereits an Methoden, dass das schwierige Thema verbessert wird. Wir favorisieren eine Knochenmessung, auch eine manuelle", erklärte Horst Hüttel vom Deutschen Skiverband der "Bild". Denkbar wäre es auch, künftig Messungen lediglich an der Außenseite vorzunehmen, die Länge des Schritts könnte man dann prozentuell ausrechnen. Somit würde es nichts mehr bringen, den Penis künstlich zu vergrößern.

Ebenso denkbar sei eine Dexa-Röntgen-Methode. Dabei könne die Knochendichte, der Körperfettanteil und die Muskelmasse genau erfasst werden. Die Strahlenbelastung sei für die Athleten nicht bedenklich.

Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen. Klar ist nur: Für den kommenden Weltcup-Winter wird sich im Skisprungsport jedenfalls wieder einiges ändern. Für diese Saison wurden bereits gelbe Karten im Weltcup eingeführt. Für jede Disqualifikation folgt eine dieser Verwarnungen. Bei der zweiten Gelben Karte ist der Athlet gesperrt, ähnlich der Ampelkarte im Fußball.

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