Fokus auf Olympia

ÖSV-Star nach Penis-Sager: "Schon viel Scheiß gesagt"

Nach viel Wirbel abseits der Loipe richtet Mika Vermeulen den Fokus auf Olympia. Trotz Formdelle bleibt das Medaillenziel für den ÖSV-Star klar.
Sport Heute
02.02.2026, 07:07
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ÖSV-Star Mika Vermeulen im Fokus! Im Gespräch mit "Heute" äußerte sich der Langläufer sowohl zu der Aufregung, die seine jüngsten Penis-Aussagen ausgelöst hatten, als auch zu seiner sportlich schwierigen Situation vor dem Großereignis.

Der Steirer löste nämlich im Jänner mit einem Podcast-Auftritt eine Diskussion aus. Darin behauptete er, dass Skispringer in der Vergangenheit ihren Penis mit Klebeband fixiert und den Schritt künstlich vergrößert hätten, um sich durch eine größere Anzugfläche Vorteile in der Luft zu verschaffen.

Ärger nach Podcast-Auftritt

Die mediale Wucht dieser Aussagen habe ihn überrascht. Er sagte: "Ich mache den Podcast seit drei Jahren und habe darin wirklich schon viel Scheiß gesagt, aber dass plötzlich sogar ausländische Medien daraus eine Geschichte machen und das so groß aufziehen, damit habe ich ehrlich nicht gerechnet."

Inhaltlich wolle er das Thema nun hinter sich lassen. "Ob das überspitzt war oder missverstanden wurde, ist eigentlich egal. Jetzt geht es um Olympia", stellte Vermeulen klar. Der Fokus auf die Winterspiele begleitet ihn bereits seit Monaten. "Eigentlich spürt man den Geist schon am ersten Trainingstag der neuen Saison. Dann ist klar: Jetzt beginnt das Olympia-Jahr."

Für den 26-Jährigen haben die Spiele eine besondere Bedeutung. Ob sich ihm eine weitere Gelegenheit bieten wird, Medaillen zu gewinnen, ist nämlich ungewiss. "Wir haben nur alle vier Jahre die Möglichkeit, etwas zu gewinnen. Dass ich in einer solchen Verfassung wie in den letzten zwei Jahren noch einmal zu Olympia komme, ist alles andere als sicher. Deshalb ist die Chance groß, dass es meine einzige Möglichkeit auf eine olympische Medaille ist", erklärte der Steirer.

Form-Delle vor Olympia

Sportlich war Vermeulen stark in die Saison gestartet. Gleich zu Beginn stand er auf dem Podest und präsentierte sich in ausgezeichneter Form. Zur Weihnachtszeit wurde er jedoch von einem Infekt ausgebremst, der eine längere Wettkampfpause nach sich zog. Seitdem arbeitet er an der Rückkehr zu seiner Bestform. Beim Weltcup in Oberhof belegte er Rang 46, zuletzt wurde er beim Massenstart über 20 Kilometer im Schweizer Goms 26.

Vermeulen spricht offen über seine aktuelle Situation. "Optimal ist es nicht. Ich bin dieses Jahr richtig gut gestartet, aber im Moment reagiert mein Körper nicht so, wie ich es von ihm gewohnt bin. Das ist hart." An seinen Ansprüchen habe sich dennoch nichts geändert. "Das Ziel bleibt eine Medaille. Daran wird sich auch durch mein Formtief nichts ändern."

Spurlos geht diese Phase allerdings nicht an ihm vorbei. "Natürlich beschäftigt mich das, alles andere wäre Blödsinn. Ich habe gemacht, was nötig war, um erfolgreich zu sein. Im Moment kann ich nur noch nicht darauf zugreifen." Am 8. Februar steht für Mika Vermeulen das erste Rennen bei den Olympischen Spielen in Italien an. Dann soll der Fokus wieder ausschließlich auf der Loipe liegen.

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