1,68 Sekunden Rückstand auf die Spitze – so hatte sich Manuel Feller seinen ersten Lauf beim Nightrace in Schladming nicht vorgestellt. Der Fieberbrunner ging mit viel Motivation nach seinem Sieg in Kitzbühel vor zwei Tagen an den Start, konnte diese Leistung im ersten Durchgang auf der Planai jedoch nicht bestätigen.
Im ORF-Interview nach dem Lauf zeigte sich Feller enttäuscht: "Es war schwierig. Ich habe schon gemerkt, dass es nicht so gezogen hat, aber dass es so grauenvoll ist, war dann schon eine gescheite Watschen im Ziel."
Vor allem die Linksschwünge bereiteten dem ÖSV-Ass Probleme. Feller kämpft seit Längerem mit Rückenbeschwerden, auch auf der Planai machte sich das bemerkbar:
"Das hat einen gewissen Grund", sagte er mit Blick auf die Schwierigkeiten in den Linksschwüngen, "aber man muss es akzeptieren."
Auf die Frage, ob er nicht ganz fit sei, antwortete Feller offen: "Nein, eher nicht. Der Riesentorlauf gestern hat mir ordentlich zugesetzt." Trotzdem blickt er kämpferisch auf den zweiten Durchgang: "Dann heißt’s volle Attacke."