255 Betriebe aus NÖ

Wegen Iran-Krieg, Inflation: bauernladen.at ist pleite

Die Plattform "bauernladen.at" musste am 12. Mai ein Konkursverfahren eröffnen. Fast 300 Gläubiger sind betroffen.
Olivia  Brandstetter
13.05.2026, 21:35
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Weine, Liköre, Marillen, Kürbisprodukte und Fleisch: Produkte von 255 Betrieben aus Niederösterreich wurden hier vertrieben, das Sortiment von "bauernladen.at" war gigantisch. Seit 12. Mai herrscht eine ganz andere Stimmung im Unternehmen aus Wien.

Konkursverfahren bekannt

Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) berichtete über ein eröffnetes Konkursverfahren mit Masseverwalter beim Handelsgericht Wien.

Vier Dienstnehmer betroffen

Das Geschäftsmodell des Unternehmens: Geschenke für Mitarbeiter und Kunden verkaufen – in Form von Gutscheinen oder Geschenkboxen. "Der zentrale Geschenkanlass ist Weihnachten, weswegen der meiste Umsatz im vierten Quartal gemacht wird", heißt es vom AKV.

Von dem Konkursverfahren seien vier Dienstnehmer und 283 Gläubiger betroffen. Die Verbindlichkeiten belaufen sich laut eigenen Angaben des Unternehmens auf circa 1,7 Millionen Euro.

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Iran-Krieg und Inflation als Grund

Als Grund für die Insolvenz wird die verstärkt zurückhaltende Stimmung in der Wirtschaft wegen des Iran-Krieges genannt, sowie der "Inflationsschub" wegen der angestiegenen Energiepreise. Dadurch sei "eine große Zurückhaltung der möglichen Kunden spürbar geworden", schreibt der Kreditorenverband.

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"Dies führe zu einer Verschiebung oder Absage von Geschenkentscheidungen und zu einer deutlichen Kürzung der Budgets pro Beschenkten", heißt es weiter.

Anmeldefrist läuft

Aktuell seien noch keine Sanierungs- oder Zahlungspläne eingegangen, wie den Schulden entgegengewirkt werden soll.

"Ob solche geplant sind, kann im Moment noch nicht gesagt werden und wird im Zuge des Verfahrens geklärt", so der AKV. Die Anmeldefrist für Forderungen läuft noch bis zum 9. Juli.

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