Die Krise in der Baubranche fordert das nächste Opfer: Über das Vermögen der Baumann Erdbewegung GmbH wurde am Landesgericht Ried im Innkreis ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet.
Das Unternehmen aus St. Marienkirchen bei Schärding besteht seit 2002 und zählt regional zu den größeren Fachbetrieben im Bereich Erdbau. Die Firma war vor allem in Oberösterreich, Salzburg und Niederösterreich tätig, arbeitete aber auch an Projekten in Bayern.
Laut Unternehmen führten mehrere Faktoren in die Insolvenz. Genannt werden die anhaltende Rezession im Baugewerbe, stark gestiegene Treibstoff- und Materialkosten sowie die deutlich schlechtere Zahlungsmoral vieler Auftraggeber.
Von der Pleite sind 36 Arbeitnehmer sowie rund 220 Gläubiger betroffen. Die Passiva belaufen sich auf rund 2,6 Millionen Euro.
Trotz der Insolvenz soll der Betrieb weitergeführt werden. Den Gläubigern bietet das Unternehmen eine Quote von 20 Prozent an. Diese soll innerhalb von zwei Jahren bezahlt werden.
Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Mag. Robert Tremel bestellt. Forderungen können bis 15. Juli 2026 angemeldet werden. Die erste Gläubigerversammlung findet am 29. Juli statt, über den Sanierungsplan wird am 9. September abgestimmt.