Wegen Mahnmal: Rechtsradikale stürmen Pastoralamt

Weil sie ein Mahnmal für verstorbene Geflüchtete planen, stürmten Identitäre das Pastoralamt in Linz.  

Donnerstagabend stürmte eine Gruppe vermummter Rechtsextremisten das Linzer Pastoralamt um gegen ein geplantes Memorial zu protestieren. Die Gruppe verteilte Flyer, fotografierte ihre Aktion und postete sie online. Außerdem hielten zwei von ihnen einen schwarz-rot-weißen Banner mit der Aufschrift "Ihr Blut – Eure Schuld". Die Aktion richtete sich gegen ein geplantes Denkmal am Linzer Stadtfriedhof, dass die umgekommenen Flüchtlinge, insbesondere im Mittelmeer oder auf der Balkanroute ehren soll. 

Um die 22.000 Flüchtlinge ertranken im Mittelmeer

Auch wenn die größte Flüchtlingswelle mittlerweile schon fünf Jahre her ist, ertranken laut Statista  heuer geschätzt 1212 Menschen. Die Diözese möchte auf die Ertrunkenen und andere Menschen, die auf der Flucht umgekommen sind, aufmerksam machen. Unter Stefan Schlager will die Linzer Kirchengemeinschaft all jenen, die sonst kein Grabmal bekommen würden, ein Memorial bauen. Dieses soll im Stadtfriedhof St. Martin in der oberösterreichischen Hauptstadt am 1. Oktober, dem Langen Tag der Flucht präsentiert werden. 

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