Wegen Schwangerschaft Mitarbeiterin Lohn gekürzt

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(Symbolfoto)Bild: iStock
Eine Leiharbeiterfirma kürzte einer Mitarbeiterin die Wochenstunden und damit auch den Lohn. Der Grund: ihre Schwangerschaft.

Der Fall erinnert stark an jenen von Anfang August. Eine schwangere Arbeitnehmerin einer Speditionsfirma in OÖ wurde zu schweren Arbeiten und Nachtarbeit eingeteilt. Auch der Lohn wurde ihr um die Hälfte gekürzt. Hier nochmals der Artikel zum Nachlesen.

Jetzt berichtet die Arbeiterkammer Linz erneut von der Benachteiligung einer Paketzustellerin aufgrund ihrer Schwangerschaft. Die Frau aus dem Bezirk Wels-Land war seit mehr als drei Jahren bei einer Leiharbeiterfirma angestellt, mit der eine fixe Wochenarbeitszeit vereinbart worden war.

Als die Arbeiterin ihre Schwangerschaft bekannt gab, folgte der Hammer: Ihr Arbeitgeber kürzte ihr die Wochenarbeitsstunden um mehr als die Hälfte, zahlte ihr damit auch dementsprechend weniger Lohn.

Stundenreduktion bei Krankenkasse bekanntgegeben

Auch bei der Gebietskrankenkasse meldete der Arbeitgeber eine Reduktion des Stundenausmaßes – ohne jemals eine derartige Vereinbarung mit der Arbeitnehmerin getroffen zu haben.

Die Frau wandte sich daraufhin an die Arbeiterkammer. Diese forderte die Nachzahlung sämtlicher nicht bezahlter Lohnanteile. Der Arbeitgeber berechnete daraufhin den Lohn neu. Doch erneut wurde zu wenig abgerechnet.

5.000 Euro nachgezahlt

Auch auf der Arbeits- und Entgeltbestätigung für die Berechnung der Höhe des Wochengeldes gab er weiterhin ein falsches Stundenausmaß an. Die AK kämpfte weiter – bis der Arbeitgeber die Abrechnung schlussendlich endlich richtig stellte. Der Frau wurden fast 5.000 Euro nachbezahlt.

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