Kulturbudget

Wegen Sparkurs: Umbau von KHM und Belvedere verschoben

Die Kultur-Kürzungen für 2027 und 2028 betreffen vor allem Museen und Förderungen. Der Film bekommt dafür mehr als vorgesehen.
Heute Entertainment
10.06.2026, 12:09
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Der Spardruck auf das österreichische Budget bleibt in den kommenden Jahren hoch. Die Regierung begründet das mit der Budgetpolitik der Vorjahre und der aktuellen geopolitischen Lage. Im Kunst- und Kulturbereich fallen die Einsparungen zwar weniger drastisch aus, als befürchtet, dennoch werden sie spürbar sein.

Für Kunst und Kultur stehen 2027 insgesamt 608,7 Millionen Euro bereit. 2028 steigt das Budget dann auf 617,9 Millionen Euro.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

6 Millionen Euro weniger für Museen

Die Basisabgeltungen für Bundesmuseen und Bundestheater bleiben 2027 und 2028 auf dem heurigen Niveau. Der Gratis-Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren bleibt ebenso erhalten, wie der reguläre Betrieb. Schließtage oder gar die Schließung ganzer Einrichtungen sind damit vom Tisch.

Gespart werden muss dennoch: Bei den Investitionsmitteln für Bundesmuseen und die Österreichische Nationalbibliothek werden sechs Millionen Euro gestrichen. Große Bauvorhaben werden vorerst verschoben. Betroffen sind unter anderem Umbauten im Kunsthistorischen Museum, im Naturhistorischen Museum, im Belvedere sowie die Übersiedelung des Hauses der Geschichte Österreich ins Museumsquartier. Insgesamt würden diese Projekte 137,3 Millionen Euro kosten.

Trotzdem bleiben für unbedingt nötige Investitionen und Instandsetzungen weiter 4,8 Millionen Euro pro Jahr vorgesehen. Das Ziel: Die freie Szene und kleine Kulturanbieter sollen möglichst geschützt werden.

Weniger Kulturförderung, mehr Film

Auch bei der Kunst- und Kulturförderung gibt es Einschnitte. Die Mittel sinken 2027 um 13,6 Millionen Euro auf 181 Millionen Euro. Allerdings entfallen davon 11,4 Millionen Euro auf den Wegfall von Mitteln für die Sanierung des Volkskundemuseums. Bei den restlichen 2,2 Millionen Euro soll besonders vorsichtig gespart werden.

Ein wichtiger Punkt bleibt Fair Pay: Dafür sind weiterhin 10 Millionen Euro vorgesehen. Damit sollen faire Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen in der Branche abgesichert werden.

Mehr Geld gibt es dagegen beim Film: Das Österreichische Filminstitut erhält 2027 und 2028 jeweils 37 Millionen Euro. Und das bereits vor der geplanten Streamingabgabe. Im Denkmalschutz wird ab 2027 voraussichtlich eine Million Euro eingespart. Der Bereich sinkt damit von 55 auf rund 54 Millionen Euro.

{title && {title} } red, {title && {title} } 10.06.2026, 12:09
Jetzt E-Paper lesen