Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel hat Deutschlands Regierungspolitiker als "Flachzangen" bezeichnet. "Ich will nicht mehr angelogen werden von irgendwelchen Flachzangen, die da oben sitzen und irgendwas versprechen und genau das Gegenteil von dem tun", sagte sie im ZDF-Sommerinterview.
Deutschland werde kaputtgemacht, so Weidel. "Entweder sie können es nicht, oder es ist Vorsatz. Herr Merz kann es nicht. Herr Klingbeil kann es auch nicht", sagte sie mit Blick auf Kanzler Friedrich Merz und Finanzminister Lars Klingbeil.
Wie n-tv.de berichtet, kritisierte Weidel die von der Union propagierte Brandmauer gegen die AfD als "das undemokratischste, was es gibt". Der Leidtragende sei zu Recht die CDU. "Die geht daran kaputt", so die Co-Vorsitzende der AfD.
Weidel bekräftigte die Absicht der AfD, bei einer Regierungsübernahme aus dem Euro auszusteigen und das Schengener Abkommen zu verlassen. "Deutschland ging es deutlich besser vor der Euro-Einführung. Wir sehen eine breite Verarmung breiter arbeitender Bevölkerungsschichten", so ihre Begründung.
In den Meinungsumfragen liegt die AfD bundesweit um bis zu acht Prozentpunkte vor der CDU und der CSU. Weidel gab sich siegesgewiss: "Wir werden in den ersten Bundesländern regieren. Und wir werden auch im Bund regieren."
Co-Chef Tino Chrupalla sagte im ARD-Sommerinterview, der diesjährige Hitzesommer sei für ihn "ein ganz normaler Sommer" gewesen. Die AfD habe den Klimawandel nie geleugnet, halte aber den menschengemachten Anteil "für wirklich sehr gering".