Ein Haustierkauf will gut überlegt sein. Gerade zu Weihnachten werden trotzdem oft Tiere verschenkt. Viele davon landen eher früher als später im Tierheim. Einige Tierhandlungen stoppen nun vor Weihnachten den Verkauf.
Süße Welpen und kleine Kätzchen stehen auf der Wunschliste vieler Kinder und finden nicht selten den Weg unter den Christbaum. Die Tierschutzorganisation Pfotenhilfe startet deshalb eine Weihnachtsaktion und hat einige Tierhandlungen dazu gebracht, vor Weihnachten den Verkauf einzustellen.
Haustiere sind keine Weihnachtsgeschenke
Es klingt absurd, aber zwei namhafte Tierhandlungen verzichten freiwillig auf ihr Weihnachtsgeschäft - dem Tierschutz zuliebe. Denn die Anschaffung eines Haustiere sollte "reiflich überlegt sein", so die Tierschützer.
Fressnapf ist eine der Handelsketten, die der Profitgier nicht nachgeben. Die Pfotenhilfe kritisiert außerdem, dass beim Verkauf teilweise nicht auf gesetzliche Bestimmungen hingewiesen wird. So dürfen Kaninchen beispielsweise per Gesetz nicht einzeln gehalten werden. Das wird oft verschwiegen, wie auch die Tatsache, dass ein Kaninchen seinem Wesen nach kein Kuscheltier ist, das gern gestreichelt wird.
Tiere sind keine Dinge
Bevor man sich Hund, Katze oder Meerschweinchen anschafft, sollte man sich über die anfallenden Kosten, den Zeitaufwand und die Bedürfnisse des Tieres Gedanken machen. Vorschnelle Impulskäufe führen oft dazu, dass das Tier eher früher als später in einem Tierheim endet. Allein vergangenen Februar sind 290 Tiere im Wiener Tierschutzhaus in Vösendorf gelandet.
Wer aber schon länger über ein Haustier nachdenkt und sich dieses just zu Weihnachten anschaffen möchte, ist genau dort an der richtigen Adresse. Tierheime vergeben auch in der Weihnachtszeit Tiere, vorausgesetzt man kann bei einem Beratungsgespräch davon überzeugen, die enorme Verantwortung der Tierhaltung zu akzeptieren.
Mitarbeiter des Tierheims führen selbst bei großer Nachfrage ausführliche Beratungsgespräche und weisen auf die Konsequenzen einer Anschaffung hin. Oft werden Interessenten gebeten, nach den Weihnachtsfeiertagen wiederzukommen.