Der Strompreis schoss in den letzten Monaten durch die Decke, somit heißt es heuer für viele auch zu Weihnachten: Opfer bringen. Eine Alleinerzieherin (43) aus NÖ berichtet etwa: "Bei uns wird heuer nicht die volle Deko zu Weihnachten erstrahlen. Bitter, aber das ist so."
In Wien etwa wird es heuer in der Adventzeit keine Lichter am Rathausplatz vor Einbruch der Dunkelheit geben, die Beleuchtung am Ring fällt flach - mehr dazu hier.
Anderseits werden Großstädte wie Linz nicht auf die heurige Weihnachtsbeleuchtung verzichten, Leonding überlegt noch, in Steyr dürfte der Eislaufplatz der Energiekrise zum Opfer fallen.
Und in Niederösterreich? In Mistelbach etwa soll heuer der beliebte Eislaufplatz am Hauptplatz flach fallen - noch ist keine Entscheidung gefallen, doch es sieht heuer nicht gut aus für den Mistelbacher Eiszauber. In St. Pölten zeigt man sich noch abwartend: "In St. Pölten wird die Straßenbeleuchtung bereits seit fast zehn Jahren laufend auf energie-effiziente Module (LED) ausgetauscht. Tausende Brennstellen wurden bereits gewechselt und so kann hier inzwischen etwa die Hälfte des Energiebedarfs eingespart werden. Außerdem werden die Lampen – wo dies möglich ist – in der Nacht gedimmt und mit Zeitschaltuhr bzw. auch schon vereinzelt mit Bewegungsmeldern betrieben."
Die Weihnachtsbeleuchtung selbst wurde in der Landeshauptstadt erst vor kurzem auf äußerst energiesparende LED mit organischem Biomaterial ausgetauscht. „Wir werden zur Weihnachtsbeleuchtung aktiv das Gespräch mit unserer Innenstadt-Kaufmannschaft suchen. Es geht uns auch darum, hier Kaufkraft - und damit Arbeitsplätze - zu sichern und in bereits schwierigen Zeiten gerade zu Weihnachten auch Zuversicht auszustrahlen“, so Bürgermeister Matthias Stadler (SP)