Mitten im Prozess

Schlimme Aussage: Weinstein-Opfer bricht in Tränen aus

Im neu aufgerollten Prozess gegen Harvey Weinstein in New York schildert sein mutmaßliches Opfer Jessica Mann unter Tränen die Vergewaltigung.
Heute Entertainment
30.04.2026, 08:30
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Harvey Weinstein (74), einst einer der mächtigsten Männer Hollywoods, steht im dritten Anlauf erneut vor Gericht. Der Oscar-Gewinner ist wegen Vergewaltigung dritten Grades angeklagt. Jetzt hat die Hauptbelastungszeugin Jessica Mann (40) im Criminal Court in Manhattan ausgesagt.

Unter Tränen schilderte die ehemalige Nachwuchsschauspielerin ihre Beziehung zu Weinstein. Er habe ihr Rollen versprochen und geschmeichelt – "Du bist hübscher als Natalie Portman". Für die streng religiös aufgewachsene Frau ein Hoffnungsschimmer: "Ich dachte, ich wurde entdeckt."

Die Beziehung eskalierte im März 2013 in einem Hotelzimmer in Manhattan. Mann schildert, dass Weinstein sie erstmals Anfang 2013 sexuell missbraucht habe. Monate später folgte dann die mutmaßliche Vergewaltigung.

"Ich war wie gelähmt"

Ende 2013 soll es in Los Angeles zu einer zweiten Vergewaltigung gekommen sein. Mann hatte Weinstein von ihrem neuen Freund erzählt. "Seine Augen wurden schwarz", beschrieb sie seine Reaktion. Er habe sie in ein Zimmer gezerrt und gesagt: "Du schuldest mir noch einmal."

"Ich war wie gelähmt. Ich konnte mich nicht bewegen", weinte Mann aufgelöst im Zeugenstand. Weinstein habe sie mit seinem Gewicht erdrückt. Danach entschuldigte er sich plötzlich: "Tut mir leid, ich finde dich einfach so attraktiv."

Erst 2018 zur Polizei

Mann ging erst 2018 zur Polizei – als immer mehr Frauen ihr Schweigen brachen. Sie erklärte: "Ich wollte nicht alles riskieren, wofür ich so hart gearbeitet habe. Ich hatte Angst, auf eine schwarze Liste gesetzt zu werden."

Zwölf Geschworene müssen nun entscheiden, ob sie Manns Darstellung glauben. Weinsteins Verteidigung behauptet, alle Begegnungen seien einvernehmlich gewesen.

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