Naturphänomen im Garten

Weißer Schaum an Pflanzen: Das steckt dahinter

Im Frühsommer entdecken viele seltsame Schaumklumpen an Pflanzen. Was wie Spucke aussieht, ist das Werk kleiner Insekten.
Technik Heute
27.05.2026, 16:08
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Wer gerade durch den Garten spaziert, hat sie vielleicht schon bemerkt: weiße, schaumige Gebilde an Ästen und Blättern. Manche denken an Speichel oder Rückstände - doch es handelt sich um die Nester von Schaumzikaden.

Die kleinen Insekten bauen diese Schaumnester, um ihre Larven zu schützen. Die Weidenschaumzikade etwa bevorzugt Bäume, während die verwandte Wiesenschaumzikade eher an Gräsern und Blumen zu finden ist.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Wie chip.de berichtet, entwickeln sich die Larven durch mehrere Häutungen zu erwachsenen Tieren von etwa einem Zentimeter Größe. Sie ernähren sich vom Pflanzensaft ihrer Wirtspflanzen.

Erstaunliche Sprungkraft

Schaumzikaden sind wahre Sprungwunder: Sie können aus dem Stand bis zu 70 Zentimeter hoch springen. Das entspricht dem 140-Fachen ihrer eigenen Körpergröße. Könnten Menschen das auch, würden sie über 200 Meter weit springen.

Gefahr für Pflanzen?

In Mitteleuropa richten die Schaumzikaden normalerweise keine großen Schäden an. Anders sieht es allerdings in Südeuropa aus: Dort können die Insekten das gefährliche Feuerbakterium Xylella fastidiosa übertragen.

Dieser Erreger kann Hunderte von Pflanzenarten befallen, darunter Olivenbäume, Zitrusfrüchte und Rebstöcke. Auch die in unseren Breiten vorkommende Rhododendronzikade kann einen Pilz übertragen, der Blütenknospen braun werden lässt.

Wer die Schaumnester im Garten entdeckt, muss sich aber keine Sorgen machen. Die heimischen Arten gelten als harmlos und sind ein natürlicher Teil des Ökosystems.

{title && {title} } tec, {title && {title} } 27.05.2026, 16:08
Jetzt E-Paper lesen