Wer gerade durch den Garten spaziert, hat sie vielleicht schon bemerkt: weiße, schaumige Gebilde an Ästen und Blättern. Manche denken an Speichel oder Rückstände - doch es handelt sich um die Nester von Schaumzikaden.
Die kleinen Insekten bauen diese Schaumnester, um ihre Larven zu schützen. Die Weidenschaumzikade etwa bevorzugt Bäume, während die verwandte Wiesenschaumzikade eher an Gräsern und Blumen zu finden ist.
Wie chip.de berichtet, entwickeln sich die Larven durch mehrere Häutungen zu erwachsenen Tieren von etwa einem Zentimeter Größe. Sie ernähren sich vom Pflanzensaft ihrer Wirtspflanzen.
Schaumzikaden sind wahre Sprungwunder: Sie können aus dem Stand bis zu 70 Zentimeter hoch springen. Das entspricht dem 140-Fachen ihrer eigenen Körpergröße. Könnten Menschen das auch, würden sie über 200 Meter weit springen.
In Mitteleuropa richten die Schaumzikaden normalerweise keine großen Schäden an. Anders sieht es allerdings in Südeuropa aus: Dort können die Insekten das gefährliche Feuerbakterium Xylella fastidiosa übertragen.
Dieser Erreger kann Hunderte von Pflanzenarten befallen, darunter Olivenbäume, Zitrusfrüchte und Rebstöcke. Auch die in unseren Breiten vorkommende Rhododendronzikade kann einen Pilz übertragen, der Blütenknospen braun werden lässt.
Wer die Schaumnester im Garten entdeckt, muss sich aber keine Sorgen machen. Die heimischen Arten gelten als harmlos und sind ein natürlicher Teil des Ökosystems.