Erst im Februar hat der deutsche Coach Jürgen Klinsmann den Trainerposten in Südkorea übernommen, Herzog, den er aus gemeinsamen Zeiten beim US-Verband kennt, als Co-Trainer installiert. Bisher allerdings ohne Erfolg.
In fünf Spielen unter Klinsmann und "Co" Herzog sind die Südkoreaner nämlich noch sieglos, holten drei Unentschieden – zuletzt ein 0:0 im Test gegen Wales. Am Dienstagabend (18.30 Uhr) folgt das nächste Freundschaftsspiel gegen Saudi-Arabien. Der Druck auf den 59-jährigen Deutschen und seinen österreichischen Assistenten wächst jedenfalls. Ein Sieg muss her.
Klinsmann betonte zuletzt, er bereite sein Team gerade auf die Asienmeisterschaft (ab 12. Jänner 2024) vor, deshalb hätten Ergebnisse keine große Relevanz. "Es geht um die Fragen: Sind die Spieler mental bereit für ein großes Turnier? Können sie mit dem Druck und den Erwartungen umgehen? Wir befinden uns in einem Prozess, wachsen mit jedem Spiel", stellte der ehemalige deutsche Teamchef klar.
In Südkorea wird der Unmut über das Trainergespann jedenfalls immer größer. "Bei den Fans kommt es nicht gut an, dass Klinsmann die schlechten Leistungen des Teams offenbar auf die leichte Schulter nimmt. Einige fordern bereits die Entlassung", berichtete etwa die Nachrichtenagentur "Yonhap". Für heftige Kritik sorgt auch die Tatsache, dass Klinsmann weiterhin in Kalifornien lebt, er soll laut Medienberichten seit seinem Amtsantritt Anfang März nur 67 Tage in Südkorea gewesen sein. Bei zwei Pressekonferenzen im August habe sich der 59-Jährige per Zoom aus den USA zuschalten lassen.
Mit Klinsmann müsste wohl auch Herzog gehen. Der 55-Jährige wurde nach seinem gescheiterten Engagement bei der Admira von Klinsmann Anfang März nach Südkorea geholt.