Spätfolgen

Opfer von Terror-Anschlag stirbt nach sechs Jahren

Sechs Jahre nach dem Anschlag von Hanau ist ein weiteres Opfer an den Folgen seiner Verletzungen verstorben. Die Trauer ist groß.
Newsdesk Heute
18.01.2026, 13:45
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Sechs Jahre nach dem rassistischen Anschlag in Hanau ist ein weiteres Opfer an den Spätfolgen seiner schweren Verletzungen gestorben. Wie die Stadt am Freitag bekannt gab, ist Ibrahim Akkus bereits am 10. Jänner im Alter von 70 Jahren verstorben. Akkus hat lange unter den körperlichen und seelischen Folgen des Anschlags gelitten.

Am 19. Februar 2020 hat Tobias R. in Hanau neun Menschen mit Migrationshintergrund sowie seine Mutter und sich selbst getötet. Die Behörden haben die Tat als rechtsextrem und rassistisch motiviert eingestuft. In einer Bar hat R. auf Akkus geschossen, dabei wurde dieser schwer verletzt.

Auf Rollstuhl angewiesen

Monatelang musste Akkus im Spital behandelt und mehrmals operiert werden, teilte die Stadt mit. Wegen seiner schweren Verletzungen war er auf einen Rollstuhl angewiesen. Zuletzt konnte er sein Krankenbett nur noch selten verlassen, seine Frau und seine Tochter haben ihn jahrelang mit großer Hingabe gepflegt.

Die traumatischen Ereignisse vom Februar 2020 haben Akkus bis zuletzt begleitet, wie die Stadt ausführte. Schon vor dem Anschlag hatte er wegen einer Diabetes-Erkrankung ein Bein verloren und eine Prothese getragen. Trotzdem war er mobil und selbstständig: In einem Interview hat er später erzählt, dass er vor dem Angriff überall zu Fuß unterwegs gewesen ist.

Oberbürgermeister erinnert an Opfer

"Mit dem Tod von Ibrahim Akkus verlieren wir einen Menschen, dessen Leben durch den rassistischen Terroranschlag in unserer Stadt auf grausame Weise zerstört wurde", erklärte Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD).

Sein Schicksal sei "Mahnung und Auftrag zugleich", führte Kaminsky aus und betonte: "Hanau steht an der Seite der Opfer und ihrer Angehörigen". Die Stadt werde "weiter alles daransetzen, dass Erinnerung, Verantwortung und der Einsatz gegen Rassismus und menschenfeindliche Ideologien fester Bestandteil unseres Handelns bleiben".

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 18.01.2026, 15:55, 18.01.2026, 13:45
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