Die zu trockenen Monate im vergangenen Jahr machen sich jetzt beim Grundwasser bemerkbar. Wie der ORF am Montag berichtete, wurden laut Peter Kickinger vom Hydrographischen Dienst Oberösterreich 2025 nur etwa 85 Prozent vom üblichen Jahresniederschlag gemessen.
Das schlägt sich direkt auf die aktuellen Pegelstände nieder: In manchen Gegenden liegen sie so tief, wie man das sonst erst nach langen, heißen Sommern kennt.
Vor allem das Innviertel, Traunviertel und Hausruckviertel sind betroffen. "Ein Rekordtief ist aber an keinem Standort erreicht worden", sagt Kickinger. Deshalb gibt es derzeit noch keinen Grund für akute Sorgen.
Hoffnung setzt man nun auf die Schneeschmelze in den Alpen und Voralpen. Sie wirkt wie ein natürlicher Wasserspeicher: Das Schmelzwasser wird langsam freigesetzt, kann gut im Boden versickern und trägt so wesentlich zur Neubildung des Grundwassers sowie zur Stabilisierung von Flüssen und Bächen bei. Fällt die Schneeschmelze jedoch gering aus, könnte die Trockenheit noch länger anhalten.