"Heute" hat berichtet: Am Montag wurde bekannt, dass die Organisation ins Visier von Hackern geraten ist. Die Folge: Die IT wurde weitreichend lahmgelegt, vorübergehend war die AK auch telefonisch nicht erreichbar.
Der in Orange gehaltene Hinweis auf der ansonsten weitgehend rotgefärbten Homepage ist am Mittwoch weiter vorhanden und sticht sofort ins Auge: "Nach technischen Problemen sind wir über unsere telefonischen Hotlines wieder erreichbar. Es kann noch zu zeitlichen Verzögerungen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis", heißt es dort kryptisch.
Gleichzeitig wird auf beliebte Dienstleistungen der Kammer hingewiesen: den Rechtsschutz, erreichbar unter Tel. 050/6906-1, auf den Konsumentenschutz (050/6906-2) und die Bildungsberatung (050/6906-3) hingewiesen. Die abschließende bittere Botschaft: "Einzelne Web-Services sind derzeit noch nicht verfügbar."
Wie angespannt die Lage nach wie vor ist, beschreibt Direktorin Andrea Heimberger: "Wir werden nach wie vor angegriffen“, sagt sie gegenüber der "Kronen Zeitung". Weil die Cyber-Attacke immer noch läuft, wurde die digitale Infrastruktur in Linz und in allen 14 Bezirksstellen heruntergefahren.
"Aus Sicherheitsgründen darf kein Mitarbeiter den Laptop starten. Das wird den Rest der Woche so bleiben", so Heimberger. Wer hinter dem Angriff steckt und worauf es die Hacker abgesehen haben, war vorerst unklar. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.
Bis die Gefahr gebannt ist, heißt es für die in Summe knapp 600 AK-Beschäftigten: Arbeiten wie anno dazumal. Statt Mails zu schicken, wird der Schriftverkehr analog geführt. Telefonapparate, die eigentlich schon im Keller gelandet waren, wurden reaktiviert und die Leitungen ausgebaut. Persönliche Beratungen vor Ort sind möglich.