Stadt beruhigt

Westbahnareal – Grüne warnen vor Logistikzentrum

Am Westbahnareal soll ein Logistikzentrum kommen, wettern die Wiener Grünen, sprechen von "vertuschter Verbauung". Die Stadt verweist auf Begrünung.
Yvonne Mresch
30.05.2026, 20:57
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Es ist nicht der erste (Polit)-Streit um das Areal am Wiener Westbahnhof. Bereits im März warfen die Wiener Grünen der SPÖ "bewusste Irreführung" vor – "Heute" berichtete. Statt echter Grünfläche drohe ein Betonprojekt. Nun legt man nach: Ein Logistikzentrum am Areal sei bereits "fix", so der grüne Vize-Bezirkschef Haroun Moalla.

Grüne: "Bringt Verkehr und Lärm!"

Eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz an Stadt und ÖBB zeige, dass das – in keiner öffentlichen Aussendung je erwähnte – Logistikzentrum fixer Bestandteil des Planungswettbewerbs ist, der diesen Herbst stattfinden soll, heißt es. "Schluss mit der Irreführung! Hier steht es schwarz auf weiß. Was die Stadt als ‚punktuelle Bebauung' bezeichnet, ist in Wahrheit ein Logistikzentrum ohne Bahnanbindung. Das bringt Verkehr und Lärm", so Moalla.

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So sieht die Vorstellung für das Areal derzeit aus.
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Grüne wittern "Verkehrshölle"

In "bunten Foldern" verspreche die Stadt einen blühenden Landschaftspark, die Pläne würden sich jedoch als Verkehrshölle entpuppen. Die Grünen warnen: Die Folgen für das Stadtklima wären irreversibel. "Nach Jahren der öffentlichen Diskussion fehlen immer noch verlässliche Daten zum Kaltluftstrom am Westbahngelände. Wir wissen schlicht viel zu wenig über diese wichtige Kühlung für die Stadt. Dass die SPÖ vor diesem Hintergrund eine großflächige und hohe Verbauung verfolgt ist fahrlässig und inakzeptabel. Wir werden - gemeinsam mit der Bevölkerung - hier weiterhin Widerstand dagegen leisten", so Planungssprecher Kilian Stark.

5 Hektar-Landschaftspark geplant

"Die Flächen werden großteils als Grün- und Freiraum gestaltet. Die Bebauung bleibt punktuell und auf bereits versiegelte ÖBB-Flächen beschränkt", heißt es auf "Heute"-Anfrage aus der MA21A. Und weiter: "Fix ist, dass ein ca. 5 Hektar großer, attraktiver zusammenhängender Grün-Freiraum entstehen wird. Die detaillierte Festlegung der möglichen Nutzungen ist Gegenstand des kommenden Planungsprozesses. Alles andere ist reine Spekulation und fern jeder Faktenlage."

Teile des Parks sollen angehoben werden, damit darunter auch andere Nutzungen möglich sind und er barrierefrei zugänglich ist, heißt es weiter. Beispiele wie der Votivpark (Tiefgarage), oder der Reithofferpark (Tiefgarage) würden zeigen, dass auch darüber große Bäume wachsen können, wenn eine ausreichend starke Erdschicht vorhanden ist.

Stadt setzt auf Bürgerbeteiligung

Die Kaltluftschneise werde nicht zerstört: "Die Entwicklungsfläche soll einer detaillierten Analyse unterzogen werden und es wird eine Mikroklimasimulation durchgeführt. Ziel ist, dass die Luftströme aus dem Wienerwald weiterhin wirken können. Durch Entsiegelung, Regenwassermanagement und Baumpflanzungen verbessert sich das Mikroklima zusätzlich."

Der Park soll ab 2030 umgesetzt werden – bis dahin werden die Flächen von den ÖBB noch für Bau- und Betriebszwecke benötigt. Bis dahin setze man auf starke Bürgerbeteiligung, in Form von Dialog-Tagen, Workshops, Ausstellungen und Online-Formate. Mehr als 700 Menschen hätten sich bereits in den Beteiligungsformaten eingebracht.

{title && {title} } ym, {title && {title} } 30.05.2026, 20:57
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