Wetter-Experten sehen keine Chance mehr auf Sommer

Der Freibadstart im Mai fiel durch den vielen Regen ins Wasser. Symbolbild
Der Freibadstart im Mai fiel durch den vielen Regen ins Wasser. SymbolbildCarsten Rehder / dpa / picturedesk.com
Der Mai war bisher deutlich zu kühl: In diesem Monat wird es auch keine Spur von Sommer mehr geben, die Chancen auf Wärme steigen erst kommende Woche.

Mit rund -2 Grad Abweichung zum langjährigen Mittel war der Mai bislang vor allem eines: deutlich zu kühl. Auf den letzten Metern des Monats ändert sich daran auch nicht allzu viel. Es könnte somit nach dem Bibber-April mit Rekord-Minus auch einer der kältesten Maimonate der vergangenen 30 Jahre werden.

Erst mit Beginn des Junis und somit des meteorologischen Sommers Anfang nächster Woche steigen nach Angaben der Experten der Österreichischen Unwetterzentrale (UZW) die Chancen auf der Jahreszeit entsprechenden Temperaturen langsam wieder an.

Die Wetter-Lage im Detail

Von wenigen sommerlichen Tagen in der ersten Monatshälfte abgesehen dominieren in diesem Mai 2021 in Österreich kühle Luftmassen, Grund hierfür ist rege Tiefdruckaktivität über dem Atlantik und der Nordsee. Diese Tiefs lenken wiederholt feuchte und frische Meeresluft heran, ein stabiles Frühlingshoch musste man in diesem Monat bislang vergeblich suchen.

Somit ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass der heurige Mai im Vergleich zum langjährigen Mittel derzeit bei einer Abweichung von -2 Grad hält.

"Einen ähnlich kalten Mai erlebten wir zuletzt vor zwei Jahren. Davor muss man aber schon ins Jahr 1991 zurückblicken, um einen noch kälteren Mai zu finden", sagt Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale.

Kaltfront am Donnerstag, ...

Am Donnerstag überquert uns die Kaltfront des Tiefs Nathan von West nach Ost mit Regenschauern, im Süden sind am Nachmittag auch Gewitter mit dabei. Die 20-Grad-Marke wird nur noch von Unterkärnten bis ins Südburgenland erreicht, sonst kühlt es schon wieder spürbar ab.

... Höhentief am Wochenende

Mit Hoch Waltraud stellt sich am Freitag vorübergehend zwar wieder freundlicheres und mit bis zu 23 Grad im Inntal auch wieder wärmeres Wetter ein, das Wochenende bringt aber bereits das nächste sogenannte Höhentief. Wo sich dieses ganz genau positionieren wird, ist laut den Wetter-Experten derzeit noch mit größeren Unsicherheiten behaftet.

Fest steht jedoch, dass die Temperaturen mit meist 13 bis 20 Grad gedämpft bleiben und Regenschauer unser steter Begleiter sein werden.

Derzeit deuten die Wettermodelle auch zu Beginn der neuen Woche und somit des meteorologischen Sommers auf keine signifikante Erwärmung hin. Im weiteren Verlauf der Woche steigen aber aus heutiger Sicht immerhin die Chancen auf Temperaturen wieder mal deutlich über der 20-Grad-Marke an.

Erholung im Juni?

Wie schnell der Wandel von einem frischen Mai hin zu hochsommerlicher Hitze vollzogen werden kann, beweist der Blick zurück ins Jahr 2019. Der Mai fiel bekanntlich um fast 3 Grad zu kalt aus, ähnlich wie heuer pendelten die Höchstwerte im letzten Maidrittel lediglich zwischen 10 und 20 Grad.

Im Juni gab der Sommer aber plötzlich Vollgas, keine zwei Wochen nach dem Monatswechsel gab es 30 Grad. Im weiteren Verlauf des Junis wurden dann sogar Rekorde mit bis zu 38 Grad aufgestellt.

Wir sehen: bei passender Wetterlage kann es sehr schnell gehen.

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