Viel zu warm: Wann kommt endlich der Winter?

Sommerliche Temperaturen im November: In Waidhofen/Ybbs wurden am Dienstag knapp 24 Grad gemessen. Wann kommt Abkühlung?

Des einen Freud ist des anderen Leid: Während manche die aktuell anhaltende Wetterlage mit bis zu 24 Grad genießen und die warmen Temperaturen vollends auskosten, können die anderen den Winter gar nicht mehr erwarten. Der Jahreszeit angemessen wären deutlich niedrigere Temperaturen. Heute wurde immerhin schon der Christbaum am Wiener Rathausplatz aufgestellt, auch die Weihnachtsbeleuchtung wird schon fleiß montiert – und das bei fast schweißtreibenden Temperaturen.

Aktuell (Stand: 14 Uhr) wurden laut UBIMET in Waidhofen an der Ybbs (OÖ) 23,6 Grad gemessen – die oberösterreichische Gemeinde bildet somit den Hotspot. Ein Allzeit-Rekord wird heute aber nicht fallen, wie der Experte gegenüber "heute.at" bestätigte.

Wann kommt der Winter?

Aber wann endet die milde Wetterlage? Laut Nikolas Zimmermann ist die aktuelle Wetterlage überraschenderweise gar nichts ungewöhnliches, deren Beständigkeit allerdings schon. Zumindest bis zum Wochenende sei keine nachhaltige Änderung in Sicht. So gibt es mit nur kurzen Unterbrechungen bis auf Weiteres unbeständiges Wetter in Westeuropa und im Mittelmeerraum, während in den Nordalpen Föhn und in Osteuropa Trockenheit dominieren.

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Aktuelle Studien würden zeigen, dass Wetterlagen im Zuge des Klimawandels tendenziell immer stationärer werden. Während Tiefdruckgebiete normalerweise im Einflussbereich des Westwindbands von West nach Ost ziehen und für wechselhaftes Wetter sorgen, komme es mittlerweile aufgrund der abnehmenden Temperaturunterschiede zwischen der Arktis und den Subtropen immer häufiger zu nahezu ortsfesten und beständigen Tief- und Hochdruckgebieten. Das begünstige Wetterextreme wie Sturzfluten, Trockenheit und Hitzewellen.

Wie geht es weiter?

Am Mittwoch ändert sich wenig. Während sich entlang und nördlich der Alpen sowie im östlichen Flachland unter Föhneinfluss das überwiegend freundliche Wetter fortsetzt, bleibt es am Alpenhauptkamm, in weiten Teilen Kärntens sowie im Großteil der Steiermark trüb durch Wolken und Nebel. Etwas Regen ist zudem in Osttirol und Kärnten mit dabei. Es bleibt viel zu mild für die Jahreszeit mit Nachmittagswerten von 10 bis 21 Grad.

Der Donnerstag verläuft wechselhaft. Ein Tiefausläufer bringt von Vorarlberg bis nach Niederösterreich viele Wolken und etwas Regen. Freundlicher gestaltet sich das Wetter mit einem Sonne-Wolken-Mix im Süden und Osten. Zum Nachmittag dominieren dort allerdings die Wolken. Der Wind dreht generell auf West bis Nordwest und weht meist mäßig, dazu werden maximal 8 bis 16 Grad erreicht.

Am Freitag hält sich zunächst gebietsweise Nebel oder Hochnebel, im Nordosten löst sich dieser nur zögernd auf. Von Osttirol bis zur Mur- und Mürzfurche ist es grau, hier ist zudem etwas Regen möglich. Freundlicher verläuft der Tag mit neuerlich auflebendem Südföhn vom Rheintal bis zur Eisenwurzen und von Unterkärnten bis ins Südburgenland. Die Höchstwerte liegen zwischen 8 und 17 Grad.

(Quelle: Ubimet) (red)

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