Hagel, Sturm und Starkregen

Wetter kippt – höchste Unwetterwarnstufe ausgerufen!

Warnstufe Violett! Extrem-Unwetter erfassten den Westen des Landes, am Freitag werden heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturm erwartet.
Newsdesk Heute
16.07.2026, 22:01
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Nach den heißen Sommertagen schlägt das Wetter in Österreich nun deutlich um. Meteorologen rechnen am Freitag mit einer besonders brisanten Wetterlage, die sich nahezu über das gesamte Bundesgebiet ausbreiten dürfte. Die Österreichische Unwetterzentrale (UWZ) warnt vor kräftigen Gewittern, die lokal unwetterartige Ausmaße erreichen können. In mehreren Regionen wurde deshalb bereits die höchste Unwetterwarnstufe ausgerufen.

Wetterlage bringt explosives Gemisch

Verantwortlich für die Entwicklung ist eine außergewöhnliche Wetterkonstellation über Europa. Ein Höhentief über der Nordsee und das von Frankreich Richtung Ostsee ziehende Tiefdruckgebiet "Cerry" sorgen gemeinsam dafür, dass sehr warme und gleichzeitig feuchte Luft nach Österreich gelangt. In dieser Luftmasse herrscht laut UWZ eine hohe atmosphärische Instabilität.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Zusammen mit kräftigen Windunterschieden in verschiedenen Höhen entstehen ideale Bedingungen für starke Gewitter. Diese werden sich im Laufe des Freitags immer weiter ausbreiten. Während der Tag im Osten und Süden vielerorts noch freundlich beginnt, setzt im Westen bereits am Morgen wechselhaftes Wetter mit ersten Regenschauern und einzelnen Gewittern ein.

Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen

Vor allem im Flachland und im Süden zeigt sich zunächst noch häufig die Sonne. Besonders lange freundlich bleibt es nach der aktuellen Prognose vom Innviertel bis ins Burgenland. Doch diese Wetterruhe hält nicht lange an. Ab dem Mittag greifen von Westen her immer mehr kräftige Regenschauer und Gewitter auf Österreich über. Bis zum Nachmittag und Abend dürfte die Gewitterlinie weite Teile des Landes erfassen. Dabei können sich innerhalb kurzer Zeit gefährliche Wettererscheinungen entwickeln.

Die Meteorologen rechnen örtlich mit erheblichen Regenmengen. Innerhalb kurzer Zeit können zwischen 30 und 60 Liter Niederschlag pro Quadratmeter fallen. Das erhöht vor allem in Städten sowie in engen Tälern die Gefahr von Überflutungen und lokalen Vermurungen. Zusätzlich wird Hagel mit Korngrößen zwischen 2 und 3 Zentimetern erwartet. Auch kräftige Sturmböen gehören zur Prognose. Die Böen können Geschwindigkeiten zwischen 70 und 90 km/h erreichen. Die UWZ schließt nicht aus, dass einzelne Gewitter sogar noch stärkere Windböen oder größere Regenmengen bringen.

Temperaturen stürzen nach Gewittern ab

Vor den Gewittern bleibt es vielerorts noch hochsommerlich warm. Die Höchsttemperaturen liegen je nach Region zwischen 25 und 34 Grad. Mit dem Durchzug der Gewitter geht die Temperatur allerdings deutlich zurück. Die heiße Luft wird durch kühlere Luftmassen verdrängt, wodurch sich das Wetter innerhalb kurzer Zeit spürbar verändert. Abseits der Gewitter weht zunächst nur schwacher Wind. Erst mit den Gewitterzellen nimmt der Wind schlagartig zu und kann gefährlich werden.

Bei einer derart angespannten Wetterlage raten Wetterexperten, den Himmel aufmerksam zu beobachten und rechtzeitig Schutz zu suchen. Wer sich im Freien befindet, sollte möglichst früh ein festes Gebäude oder ein geschlossenes Fahrzeug aufsuchen. Offene Wiesen, Berggipfel, Badeseen oder einzelne Bäume gelten bei Gewittern als besonders gefährlich. Ist kein sicherer Schutz mehr erreichbar, sollte Abstand zu einzelnen Bäumen, Masten, Zäunen und anderen hohen Objekten gehalten werden. Wenn möglich empfiehlt es sich, eine tiefer gelegene Stelle wie eine Mulde aufzusuchen und in die Hocke zu gehen, um sich möglichst klein zu machen.

Unwettergefahr lässt nur langsam nach

Ganz vorbei ist die unbeständige Wetterphase auch nach Freitag nicht. Zwar gelangt am Wochenende hinter dem Tiefdruckgebiet etwas kühlere und stabilere Luft nach Österreich, dennoch bleibt die Atmosphäre wechselhaft. Der Samstag startet entlang der Nordalpen mit Restwolken und einzelnen Regenschauern. Im Osten zeigt sich zunächst noch häufiger die Sonne. Im weiteren Tagesverlauf entstehen jedoch erneut kräftige Schauer und Gewitter. Weitgehend trocken bleibt es nach derzeitigem Stand nur im östlichen Flachland.

Gleichzeitig frischt ein lebhafter, im Osten teils kräftiger West- bis Nordwestwind auf. Die Temperaturen erreichen je nach Region zwischen 21 und 31 Grad. Am Sonntag zeigt sich vor allem im Osten und Süden häufiger die Sonne. Von einem stabilen Sommerwochenende kann aber weiterhin keine Rede sein. Entlang der Alpennordseite bilden sich erneut Regenschauer und einzelne Gewitter. Im Laufe des Nachmittags und Abends können diese auch Regionen erreichen, die zuvor noch längere Zeit trocken geblieben sind, darunter die Südoststeiermark und das Weinviertel.

Bei Gewittern rechtzeitig Schutz suchen

Dazu weht vor allem im Donauraum und im Osten zeitweise kräftiger West- bis Nordwestwind. Je nach Sonnenschein liegen die Höchsttemperaturen zwischen 19 und 30 Grad. Nach der aktuellen Prognose sollten sich die Menschen in Österreich daher auf einen wettertechnisch sehr unruhigen Freitag einstellen. Besonders dort, wo sich kräftige Gewitter entwickeln, kann sich die Lage innerhalb weniger Minuten deutlich verschärfen. Wer Ausflüge oder Aktivitäten im Freien geplant hat, sollte die Wetterentwicklung genau verfolgen und bei aufziehenden Gewittern rechtzeitig Schutz suchen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 16.07.2026, 22:01