Wetter

Darum spaltet der Nebel diese Woche Österreich

Es "herbstelt" in Österreich. Nebelschwaden sind momentan treue Begleiter der Österreicher. Doch Nebel ist nicht gleich Nebel, wissen Meteorologen. 
Michael Rauhofer-Redl
09.11.2020, 17:28

Diese Woche präsentiert sich das Wetter nicht für alle Österreicher gleich. Denn während Menschen in höheren Lagen in den kommenden Tagen vermehrt in den Genuss von der einen oder anderen Sonnenstunde kommen werden, dominiert im Flachland das trübe Grau. Grund genug für die Ubimet-Wetterexperten das Phänomen Nebel genauer unter die Lupe zu nehmen. 

Allgemein spricht man bei einer horizontalen Sichtweite von unter einem Kilometer von Nebel. Er besteht aus kondensiertem Wasserdampf in bodennahen Luftschichten. Nebel entsteht durch einen Rückgang der Temperatur bis zum sogenannten Taupunkt oder durch eine Zunahme des Wasserdampfes etwas durch Verdunstung. Manchmal kann zudem auch die Mischung von feuchtwarmer und kalter Luft zu Nebel führen.

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Das sind die häufigsten Nebel-Arten in Österreich

Meteorologen unterscheiden zwischen Strahlungsnebel, orographischem Nebel, Advektionsnebel, Mischungsnebel und Verdunstungsnebel. In Österreich treten vor allem die ersten beiden Fälle häufig auf: Strahlungsnebelbildet sich typischerweise nachts in Tal- und Beckenlagen, orographischer Nebel ist hingegen in Ostösterreich typisch: Das Gelände steigt von der Pannonischen Tiefebene in Ungarn bis zum Alpenostrand sowie zum hügeligen Wald- und Weinviertel in Österreich an, wodurch die Luft bei Südostanströmung sanft, aber stetig angehoben wird. Kondensation und in weiterer Folge Nebel ist die Konsequenz.

Wenn die Wolkenschicht nicht direkt am Boden aufliegt und die horizontale Sicht über einem Kilometer liegt, spricht man von Hochnebel.

➤ MEHR LESEN: Warum es ausgerechnet im Herbst vermehrt zu Nebel kommt, erfährst du hier. 

Erstes November-Fazit: 5 bis 6 Grad zu warm

Zwar ist der Monat erst ein paar Tage alt, dennoch wagen die Meteorologen bereits ein erstes Fazut. Der November hat in Österreich sehr mild begonnen: "Besonders im Gebirge, wo der Oktober etwas zu kühl ausgefallen war, lagen die Temperaturen in der erste Woche meist fünf bis sechs Grad über dem klimatologischen Mittel", analysiert Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale. "Zumindest bis zur Monatsmitte ist auch weiterhin mit ungewöhnlich hohen Temperaturen zu rechnen".

Bei viel Sonnenschein liegen die Höchstwerte mit bis zu 14 Grad im Westen deutlich über dem jahreszeitlichen Mittel. Selbst in Lagen um 2.000 Meter Höhe ist nahezu kein Frost in Sicht, so bleiben die Temperaturen etwa auf der Schmittenhöhe durchgehend über dem Gefrierpunkt.