Wetter-Experten haben düstere Prognose für Österreich

Heftige Niederschläge, Sturmböen und Gewitter sind am Montag, 29. Juni 2020, über Teile der Steiermark gezogen. Im Bild die Situation im Raum Gleisdorf in der Oststeiermark
Heftige Niederschläge, Sturmböen und Gewitter sind am Montag, 29. Juni 2020, über Teile der Steiermark gezogen. Im Bild die Situation im Raum Gleisdorf in der Oststeiermarkpicturedesk.com/APA/privat
Österreich ist auf Sommer eingestellt – nur das Wetter will nicht so recht mitspielen. Ein Experte erklärt, was uns in den nächsten Tagen erwartet.

Auf Hitze-Tage folgt eine kalte Dusche. Immer wieder peitschen Unwetter über das Land und richten dabei Millionenschäden in der Landwirtschaft an. Geht es nach dem ECMWF-Modell könnte uns dieses Meteo-Jojo noch länger erhalten bleiben.

In den nächsten zehn Tagen ziehen demnach  immer wieder Tiefdruckgebiete über Österreich, die von kräftigen Schauern und Gewittern begleitet werden. "Stellenweise kann es dabei wieder zu Regenmengen über 100 l/qm kommen", warnt der deutsche Wetterdienst Kachelmannwetter.

Doch wird es wirklich so schlimm, wie unsere Nachbarn uns prophezeien? "Heute" hat bei der UBIMET in Wien nachgefragt. Meteorologe Steffen Dietz erklärt, wie es mit jetzt mit unserem Wetter weitergeht:

1Können Sie eine solche Prognose bestätigen?

Ja, die Wetterkarten zeigen kein stabiles Hoch über mehrere Tage. Wiederholt mischen Tiefs mit, die nach sonnigen Phasen vorübergehend unbeständiges Wetter bringen. In Summe entsprechen die Temperaturen aber der Jahreszeit, sprich liegen im Schnitt um 25 Grad. Eine Hitzewelle ist nicht in Sicht, an einzelnen Tagen können aber weiterhin 30 Grad und mehr erreicht werden.

2Was genau ist das ECMWF-Modell?

ECMWF steht für European Centre for Medium-Range Weather Forecasts. Hierbei handelt es sich um das globale Wettermodell des Europäischen Zentrums für Wettervorhersage, an welchem die nationalen Wetterdienste der meisten europäischen Länder beteiligt sind. Es ist praktisch das europäische Pendant zum GFS-Modell des US-amerikanischen Wetterdienstes.

3Heute ist es ruhig – und morgen?

Im Flachland nicht, im Bergland schon: Vom Innviertel entlang der Donau über Wien bis in den Seewinkel sowie am Oberrhein scheint am Mittwoch die Sonne bei 25 bis 31 Grad, im Bergland entwickeln sich jedoch zahlreiche Wärmegewitter, die lokal große Regenmengen und Hagel bringen können. Am Nachmittag können sich diese auch wieder ins Klagenfurter und Grazer Becken sowie ins Süd- und Mittelburgenland verlagern.

Am 30. Juni 2020 war die Unwetterkarte für (fast) ganz Österreich auf Grün. Das wird sich bald ändern
Am 30. Juni 2020 war die Unwetterkarte für (fast) ganz Österreich auf Grün. Das wird sich bald ändernUWZ

4Gibt es Unwetterwarnungen für die nächsten Tage?

Am heutigen Mittwoch sollte alles grün bleiben, lediglich entlang des Tiroler Alpenhauptkamms kann sich mal ein kurzes Gewitter bilden. Für Donnerstag deuten sich hingegen mehr Warnungen vor Gewittern an, diese werden jedoch bei Bedarf zeitnah ausgegeben.

5Wie wird aus heutiger Sicht das Wochenende?

Nach einem abermals unbeständigen Donnerstag geht es am Freitag bewölkt und häufig noch nass in den Tag, später trocknet es meist ab und am Nachmittag kann sich vor allem im Norden noch die Sonne zeigen. Mit 17 bis 25 Grad ist es kühler.

Am Samstag beruhigt sich das Wetter, vor allem im Norden und Osten kommt häufig die Sonne zum Vorschein, inneralpin halten sich noch mehr Wolken mit einzelnen Schauern. 20 bis 28 Grad. Am Sonntag wird es noch sonniger, dazu bleibt es meist trocken, 23 bis 30 Grad. Gute Chancen für den Formel-1-Auftakt in Spielberg.

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