Wer in den letzten Tagen WhatsApp geöffnet hat, dürfte ein neues Symbol bemerkt haben: Anstelle des bisherigen blauen KI-Kreises ist nun eine lila Blüte unten rechts auf dem Bildschirm zu sehen.
Das neue Icon steht für Muse Spark, das aktuellste KI-Modell aus den Meta Superintelligence Labs. Dieses Modell löst das 2025 eingeführte Llama-4 ab und soll laut Meta noch intelligenter und schneller sein. Muse Spark versteht neben Texten nun auch Bilder und kann auf Wunsch kleine Tools oder Spiele direkt im Chat erstellen.
Wie 20min.ch berichtet, können Nutzer mit dem neuen Chatbot zum Beispiel Dashboards für die Urlaubsplanung oder Quizspiele für Gruppen direkt in WhatsApp anlegen. Interaktive Elemente lassen sich so unkompliziert mit Freunden teilen.
Der KI-Experte Mike Schwede erklärt laut nau.ch, dass das neue, organische Design bewusst gewählt wurde. Viele WhatsApp-Nutzer standen der bisherigen Meta-KI skeptisch gegenüber. Die lila Blüte soll jetzt freundlicher wirken und mehr Vertrauen schaffen, weil WhatsApp für viele Menschen als letzte Bastion der digitalen Privatsphäre gilt.
Abschalten lässt sich die Meta-KI weiterhin nicht. Während private Chats mit Kontakten durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt sind, werden sämtliche Unterhaltungen mit dem Chatbot direkt auf den Servern von Meta gespeichert. Das betrifft auch hochgeladene Bilder und jedes Feedback an die KI.
Wer verhindern möchte, dass persönliche Daten für das Training künftiger KI-Modelle genutzt werden, sollte auf den Einsatz der KI verzichten. Wer die KI dennoch verwenden will, sollte keinesfalls sensible Informationen teilen. In Gruppenchats kann in den Einstellungen der erweiterte Chat-Datenschutz aktiviert werden, um die KI auszuschließen. In diesem Fall werden geteilte Medien jedoch nicht mehr automatisch in der Galerie gespeichert und Chats können nicht mehr exportiert werden.