Lange war WhatsApp für private User einfach gratis. Jetzt sickerte durch: Der Messenger arbeitet an einem neuen Plus-Abo, mit dem Nutzer zusätzliche Funktionen freischalten können. Das Paket soll mehr Personalisierung bringen und die App für Vielnutzer bequemer machen.
Wer zahlt, soll demnach WhatsApp deutlich stärker an den eigenen Geschmack und Bedürfnisse anpassen können. In den bisherigen Beta-Hinweisen ist von neuen App-Icons, veränderbaren Akzentfarben, exklusiven Stickern und eigenen Klingeltönen die Rede.
Laut der auf WhatsApp-Neuheiten spezialisierten Online-Plattform WABetaInfo sollen zudem zusätzlich die Chat-Listen ausgebaut werden. Auf diese Weisen sollen mehrere Unterhaltungen gesammelt verwaltet werden können.
Statt wie bisher nur drei Chats ganz oben zu fixieren, sollen Plus-Nutzer in Zukunft bis zu 20 Gespräche anheften können. Gerade wer viele Gruppen, Familien-Chats oder Job-Konversationen parallel offen hat, bekommt damit mehr Ordnung in die Übersicht.
Die gute Nachricht für alle Nutzer: Aus WhatsApp wird damit kein Pflicht-Abo. Laut den bisherigen Berichten bleiben alle Kernfunktionen kostenlos – also Nachrichten, Anrufe und auch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Bezahlt werden soll nur für Zusatzfunktionen, nicht für die normale Messenger-Alltagsnutzung.
Noch ist das Ganze aber nicht fertig. Derzeit taucht der Dienst nur bei einzelnen Testern in der Android-Beta auf, in manchen Regionen schon mit Warteliste. Wann das Plus-Abo für alle Nutzer startet und ob es gleichzeitig auch fürs iPhone kommt, ist weiter offen.
Einen offiziell bestätigten Preis gibt es bislang ebenfalls nicht. Laut WABetaInfo sollen es allerdings in Europa 2,49 Euro pro Monat sein.
Mit dem neuen Angebot will Meta erstmals auch private Nutzer zur Kasse bitten. Bisher spielte in erster Linie der Business-Bereich eine wichtige Rolle, wenn es um Einnahmen ging. Ob das Modell funktioniert? Offen – das hängt davon ab, wie viele User bereit sind, für Design, Sticker und mehr Komfort tatsächlich Geld auszugeben.