Der enorme Spritpreisanstieg der letzten Wochen frisst ein immer größeres Loch ins Börserl Österreichs Pendler. Da hilft auch die Spritpreisbremse, von einigen Mineralölkonzernen mittlerweile ausgesetzt, kaum etwas. Besitzer von Elektroautos tauchen wiederum durch diese Krise unbeeindruckt durch.
Für viele von ihnen wird es jetzt sogar noch billiger – und zwar für jene, die ihre Fahrzeuge an den Park&Ride-Anlagen der ÖBB vollladen. Wie Verkehrsminister Peter Hanke auf der Mobilitätskonferenz angekündigt hat, wird der Preis Anfang Mai für sechs Monate um 11 Cent pro Kilowattstunde (kWh) reduziert. Der neue Tarif liegt ab 1. Mai 2026 bei 0,30 Euro pro kWh.
Aktuell stehen Bahnkunden 233 E-Ladepunkte mit einer Ladeleistung von bis zu 11 kW in ganz Österreich zur Verfügung. Sie ermöglichen es, die erste und letzte Meile einer Bahnreise komfortabel und emissionsfrei zurückzulegen. Die temporäre Tarifsenkung ist Teil eines umfassenden Maßnahmenpakets zur Förderung nachhaltiger Mobilität.
Auch Rail&Drive-Nutzer profitieren: Sie sparen rund 0,50 Euro pro gebuchter Stunde Ladezeit, wodurch E-Mobilität im Alltag nochmals deutlich günstiger wird. Alles was man dafür braucht, ist ein gültiges Bahnticket und eine ÖBB-Ladekarte.
"E-Mobilität und der öffentliche Verkehr sind die Haupthebel für die Mobilitätswende. Mit günstigeren Ladetarifen und dem Ausbau auf 400 Ladepunkte an Park-&-Ride-Anlagen machen wir den Umstieg auf klimafreundliche Mobilität einfacher und leistbarer. So verbinden wir Individualverkehr und Bahn – und schaffen spürbare Verbesserungen im Alltag", verspricht Minister Hanke.
"Mit günstigeren Ladetarifen und dem konsequenten Ausbau unserer Ladeinfrastruktur schaffen wir konkrete Anreize für den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel. So verbinden wir Klimaschutz mit echtem Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden", sagt ÖBB‑CEO Andreas Matthä.
Parallel zur Tarifmaßnahme treiben die ÖBB den Ausbau der E-Ladeinfrastruktur an ihren Park&Ride-Anlagen weiter voran. In den Jahren 2026 und 2027 entstehen 100 zusätzliche Ladepunkte. Bis 2030 soll der 400. E-Ladepunkt in Betrieb gehen.
Zusätzlich soll Schnellladeinfrastruktur mit einer Ladeleistung von über 100 kW an zehn Standorten österreichweit bis 2030 errichtet werden.