Jury-Urteil in New Mexico

Meta muss 375 Millionen Dollar Strafe zahlen

Historisches Urteil in den USA: Geschworene befinden Facebook-Mutter für schuldig, weil sie Minderjährige nicht ausreichend geschützt hat.
Newsdesk Heute
25.03.2026, 07:12
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In einem Prozess gegen den Tech-Riesen Meta im US-Bundesstaat New Mexico haben die Geschworenen den Konzern für schuldig befunden. Facebook, Instagram und WhatsApp hätten Minderjährige nicht ausreichend vor Online-Gefahren geschützt.

Das Urteil verpflichtet Meta zur Zahlung von über 375 Millionen Dollar Schadensersatz (rund 328 Millionen Euro). Die Entscheidung fiel nach einem sechswöchigen Prozess in Santa Fe.

Die Generalstaatsanwaltschaft hatte dem Konzern von Mark Zuckerberg vorgeworfen, Minderjährige nicht ausreichend vor Online-Anmache, sexuellem Missbrauch und Menschenhandel geschützt zu haben.

Generalstaatsanwalt spricht von Sieg für Kinder

"Ein historischer Sieg für jedes Kind und jede Familie, die den Preis dafür gezahlt hat, dass Meta Profit über die Sicherheit von Kindern gestellt hat", erklärte Generalstaatsanwalt Raúl Torrez. Die Führungsebene habe gewusst, dass ihre Produkte Kindern schaden, und die Öffentlichkeit belogen.

Meta kündigte an, in Berufung zu gehen. "Wir lehnen das Urteil respektvoll ab", so ein Sprecher. Man arbeite hart daran, die Sicherheit auf den Plattformen zu gewährleisten.

Anklage wollte 2,2 Milliarden Dollar

Die Anklage hatte eigentlich 5000 Dollar für jeden der geschätzt 221.000 Minderjährigen in New Mexico gefordert - insgesamt rund 2,2 Milliarden Dollar. Letztlich wurden 375 Millionen zugesprochen.

In Los Angeles läuft derweil ein Modellprozess gegen Meta und YouTube, bei dem es um Social-Media-Sucht geht. Das Ergebnis könnte einen Maßstab für Tausende weitere Klagen setzen.

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