Apple zieht bei seinen Brillen-Plänen offenbar die Notbremse. Nach dem verhaltenen Marktstart der Vision Pro soll der iPhone-Konzern nun auf eine smarte Alltagsbrille setzen – und damit deutlich näher an das Konzept der Meta-Ray-Ban-Brillen rücken. Das berichtet der gewöhnlich gut informierte Apple-Insider und Bloomberg-Journalist Mark Gurman.
Im Mittelpunkt steht demnach kein schweres Hightech-Headset für Virtual Reality, sondern eine Brille, die man im Alltag tragen kann. Sie soll Fotos und Videos aufnehmen, Telefonate ermöglichen, Musik abspielen, Benachrichtigungen anzeigen und eng mit dem iPhone zusammenarbeiten. Gesteuert werden soll das Ganze vor allem über Siri. Die Frontkameras sollen in einem ovalen Modul angeordnet sein, mit gut sichtbaren Kontrollleuchten.
Intern läuft das Projekt dem Vernehmen nach unter dem Namen N50. Apple soll diese Produktkategorie erst vor rund vier Jahren ernsthaft ins Auge gefasst haben. Zuvor lag der Schwerpunkt demnach klar auf Mixed-Reality- und AR-Geräten. Doch weder der Zeitplan hielt, noch wurde die Vision Pro zum erhofften Verkaufshit.
Auffällig: Apple möchte sich beim Design offenbar nicht mit nur einem Modell begnügen. Geprüft werden gleich vier Varianten – darunter ein großes eckiges Gestell im Stil klassischer Wayfarer, ein schlankeres rechteckiges Modell sowie runde und ovale Versionen. Auch bei den Farben dürfte es Auswahl geben. Im Gespräch sind dunkle und gedeckte Töne, dazu hochwertigere Materialien als bei vielen Rivalen.
Laut aktuellen Plänen könnte die neue Brille Ende 2026 oder Anfang 2027 vorgestellt werden. Der Verkaufsstart wäre dann im Lauf des Jahres 2027, womöglich Frühjahr oder Sommer.