Der Ölpreis am Weltmarkt ist mit Blick auf die gescheiterten Friedensverhandlungen der USA mit dem Iran und der Ankündigung aus Washington, nun ebenfalls die Straße von Hormus zu blockieren, stark angestiegen.
Sowohl die US-Referenzsorte WTI als auch die Nordseesorte Brent notierten am Montagmorgen deutlich über 100 Dollar pro Barrel. Bei beiden Ölsorten betrug der Preisanstieg über acht Prozent.
Die Straße von Hormus ist bereits seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran faktisch gesperrt. Passieren konnten die Meerenge, durch die im Regelfall rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssigerdgastransports verläuft, zuletzt nur iranische Schiffe oder solche mit expliziter oder erkaufter Erlaubnis aus Teheran.
Seit einigen Tagen gilt eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran, in deren Rahmen auch die wichtige Wasserstraße wieder öffnen sollte.
Erste direkte Verhandlungen zwischen Washington und Teheran über eine endgültiges Ende der Kämpfe am Samstag in Pakistan scheiterten aber. In der Folge kündigte US-Präsident Donald Trump an, die US-Armee werde ihrerseits Schiffen mit Verbindungen zum Iran die Passage untersagen.