Durch Angriffe der USA und Israels auf Öllager im Iran ist es zu einem besorgniserregenden Phänomen gekommen: Über der Hauptstadt Teheran und umliegenden Gebieten fällt schwarzer Regen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft diesen als gesundheitsgefährdend ein.
In der Nacht auf Sonntag wurden mehr als 30 Anlagen der iranischen Ölindustrie attackiert. Allein in und um Teheran traf es mindestens vier Einrichtungen, darunter die große Teheraner Raffinerie, die rund 225.000 Barrel Rohöl täglich verarbeitet. Seither steigen dichte Rauchwolken über der Millionenstadt auf.
Wie spiegel.de berichtet, äußerte sich WHO-Sprecher Christian Lindmeier bei einer Pressekonferenz deutlich: "Der schwarze Regen und der saure Regen, die damit einhergehen, sind in der Tat eine Gefahr für die Bevölkerung, vor allem für die Atemwege." Angesichts des Risikos sei es "auf jeden Fall eine gute Idee", zu Hause zu bleiben.
Noch gefährlicher als der Regen selbst ist laut Hansell allerdings der Rauch der brennenden Ölanlagen. Von der Haut könne man die Substanzen abwaschen. "Wenn sie dagegen in die Nase oder den Mund kommen, bleiben sie dort länger." Kleine Teilchen könnten so "tief in die Lunge und möglicherweise auch in den Blutstrom" gelangen.
Die Angriffe auf die iranische Ölinfrastruktur haben damit zur bisher schwersten Umweltkrise des laufenden Konflikts geführt. Die Zivilbevölkerung in Teheran ist unmittelbar betroffen - nicht nur durch die militärischen Auseinandersetzungen, sondern nun auch durch die giftigen Folgen der brennenden Ölanlagen.