25 Sekunden aufs Essen zu warten ist gut für die Figur

Die "25-Sekunden-Regel" soll Heißhungerattacken, Portionen und und die Art der Nahrung regulieren können.
Die Konsequenz eines Diätbewusstseins scheitert meist an den Herausforderungen im Alltag wie den undefinierten Zeiträumen für Nahrungsmittelaufnahme. Snacks verschwinden schnell unbemerkt nebenbei. Und die Kilos kommen noch schneller unbemerkt dazu.

Deswegen haben Forscher der Universität Tübingen eine Methode entwickelt, die helfen soll mehr Bewusstsein für den Akt des Essens zu schaffen. Es soll ausreichen, vor jeder Mahlzeit 25 Sekunden zu warten und auch die Größe der Portion erst im Anschluss zu berechnen. Die ersten 25 Sekunden sollen nämlich entscheidend dafür sein, was und wie viel wir im Anschluss essen.

Sie fußen ihre Theorie dabei auf der bereits durch andere Studien etablierten Annahme, dass eine gesunde Ernährung auf kleinen Portionen basiert.



Beim Warten steigt die Wahrscheinlichkeit, sich für gesundes Essen zu entscheiden


CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Eine Studie der Rush University Medical Centers in Chicago analysierte etwa die Verhaltensweisen von 30.000 Probanden bei einem manipulierten Snackautomaten. Bei diesem kamen gesunde Wahlmöglichkeiten wie Obst sofort heraus. Bei ungesunden Speisen wie Schokoriegeln und Chips musste man hingegen warten. Außerdem waren letztere teurer. Wie sich zeigte, stieg bei der Verzögerung von 25 Sekunden, die Tendenz sich für die gesunde Variante zu entscheiden, stark an.

Das Ergebnis der Studien: Nach 25 Sekunden trifft das Gehirn eine vernünftigere Entscheidung als ohne die Wartezeit, wo wir uns lediglich intuitiv für Essen entscheiden.

Dem Gehirn die Möglichkeit geben, eine bewusste Entscheidung zu treffen



Es geht also darum, dem Gehirn die Möglichkeit zu geben eine bewusste Entscheidung zu treffen. Das klingt erfolgversprechend - vorausgesetzt man hält sich konsequent daran und nimmt sich vor jedem Essen 25 Sekunden Zeit, sowohl über die Größe der Portion als auch über die Wahl der Nahrungsmittel zu entscheiden. Das gleiche Prinzip tritt dann wieder in Kraft, wenn man sich Nachschub holen möchte.

Bei der nötigen Konsequenz kann es durchaus gelingen, das Gehirn Schritt für Schritt umzuprogrammieren. Damit unterscheidet sich diese Ernährungs-Idee von klassischen Diäten. Hier geht es nicht um einen schnellen Gewichtsverlust. Sondern hier hat sich die Wissenschaft überlegt, wie man es schaffen kann, das Gehirn so zu überlisten und uns selbst zu konditionieren, dass wir uns bewusst mit Ernährung auseinandersetzen und nach dem ersten bewussten Schritt sich ein veränderter, gesünderer Ernährungsstil einstellt. (GA)
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