Rund drei Milliarden Menschen spielen Videospiele. Ihre Konsolen, Computer, Tablets und Smartphones verbrauchen mehr Strom als mittelgroße Länder. Allein in den USA verursachen Videospiele mehr CO2-Emissionen als fünf Millionen Autos. Und die Zahl der Gamer und stromhungrigen Geräte wächst.
Videospielentwickler setzen sich nun immer öfter mit den realen Umweltfolgen ihrer Fantasiewelten auseinander. Um Treibhausgas-Emissionen zu vermeiden (und den Spielern Geld bei ihren Stromrechnungen zu sparen), wollen Produzenten ihre Videospiele energieeffizienter gestalten.
Bei Game-Hits wie "Halo Infinite", "Fortnite" und "The Elder Scrolls" wurden in einem ersten Schritt die Grafikauflösungen bereits verringert, was den Energieverbrauch um 15 Prozent senken soll.
Auch für Game-Hits wie "Fortnite", "Minecraft" und "Call of Duty" wurden Verbesserungen angekündigt, die den Stromverbrauch der Spiele senken sollen. Xbox und PlayStation aktualisierten ihre Konsolen, sodass sie diese im Leerlauf deutlich weniger Strom verbrauchen.
Xbox plant zudem aktuelle Software-Updates für Tageszeiten, in denen im lokalen Stromnetz mehr erneuerbare Energie vorhanden ist.
Die UNO hat zu dem Thema die Playing for the Planet Alliance ins Leben gerufen. Auf deren Green Games Jams werden Entwickler ermutigt, Videogames zu konzipieren, die die Spieler über den Klimawandel aufklären. Darüber hinaus arbeitet sie an Standards zur Erfassung der CO2-Emissionen von Spielen.
Die meisten Treibhausgasemissionen des Gamings entstehen durch den Strom für Konsolen, Computer und Mobilgeräte. Der Energieverbrauch zu Hause ist dabei weitaus höher als die Klimaauswirkungen der Konsolenherstellung, des Betriebs von Rechenzentren und die Stromversorgung der Entwickler-Büros.
Obwohl die Spielkonsolen effizienter werden, steigt die zum Spielen der neuen Games benötigte Leistung. Computer und Konsolen benötigen immer mehr Rechenleistung für ihre spektakulären Grafiken.
Die Anzahl der Pixel, die eine hochmoderne Konsole auf einen Bildschirm packen kann, ist in einem Jahrzehnt von zwei auf acht Millionen und schließlich auf 33 Millionen gestiegen. Es gibt also genug zu tun für die milliardenschweren Game-Produzenten, um ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.