Rote Farbe verschüttet

Wieder "Blut"-Attacke! Festnahme bei Anti-Israel-Demo

Erneut kam es in der Nähe von Wien zu einer Protestaktion mit blutroter Farbe. Die Polizei schritt ein, eine Person wurde vorläufig festgenommen.

Heute Redaktion
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    Die Aktivisten schütteten die Farbe aus Kübeln vor den Eingang des Schlosses.
    Die Aktivisten schütteten die Farbe aus Kübeln vor den Eingang des Schlosses.
    Dieter Reinisch

    Sie können es nicht lassen: Schon wieder gab es nun eine Schütt-Attacke von Pro-Palästina-Aktivisten in der Nähe von Wien. Eine Veranstaltung der IIASA (International Institut for Applied Systems Analyses) im Schloss Laxenburg (Nö) wurde am Donnerstag von Protestierenden angegriffen.

    Israelische Forscherinnen im Visier

    Der Grund: Bei einem medizinischen Kongress sollen auch zwei israelische Forscherinnen teilgenommen haben. Ziel der Sache sei auch gewesen, die Beziehungen zwischen Instituten von Österreich und Israel zu stärken. Offenbar genug für die Aktivisten der Initiative "Not In Our Name Vienna." Mehrere Demonstranten verschütteten Kunstblut vor dem Institut und versperrten mit einem Sitzstreik den Eingang.

    "Verbrechen im Gaza-Streifen"

    "Während in Gaza die Menschen verdursten, die Wasserknappheit katastrophale Ausmaße erreicht hat und Kinder sowie deren Familien verschmutztes Wasser trinken müssen um zu überleben, wird in Laxenburg darüber geredet, die Beziehungen zu Israel zu stärken, ohne ein Wort über die Verbrechen zu verlieren, die Israel gerade in Gaza – auch in Bezug auf die Ressource Wasser – verübt", so die Rechtfertigung einer Aktivistin.

    Über die furchtbaren Verbrechen der Hamas in Israel verloren die Protestierenden selbstredend kein Wort. Nachdem sie die Blutfarbe verschüttet, Plakate gehisst und Parolen geschrien hatten, machte die Polizei kurzen Prozess – eine Person wurde weggetragen und vorläufig festgenommen! Auch drei Anzeigen wegen schwerer Sachbeschädigung wurden eingebracht.

    Die Farbattacke auf Verfassungsministern Karoline Edtstadler vor zwei Wochen auf der Antisemitismus-Konferenz hatte hohe Wellen geschlagen. Die VP-Politikerin hatte kurz zuvor vor "linken Antisemitismus" gewarnt und erklärt, das Pendel sei "von rechts nach links ausgeschlagen".

    Nach der Kunstblut-Attacke zeigte sich Edtstadler entsetzt: "Es ist beschämend, dass eine Konferenz in Österreich, die sich der internationalen Vernetzung im Kampf gegen Antisemitismus widmet, ohne Polizeischutz nicht mehr friktionsfrei abgehalten werden kann", sagte sie in einer ersten Reaktion. "Der Judenhass in Österreich zeigt seine hässliche Fratze am helllichten Tag. Seien Sie aber versichert: Das werden wir nicht akzeptieren".

    Davon ließen sich die Aktivisten offenbar nicht einschüchtern – weitere Attacken der Splittergruppe der letzten Generation scheinen nur eine Frage der Zeit zu sein…

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      HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com
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