Coronavirus

Wieder Crash – seit 50 Stunden keine Corona-Zahlen mehr

Auch am Freitag schafft es das Ministerium nicht, aktuelle Corona-Zahlen für Österreich zur Verfügung zu stellen. Wien und Steiermark fehlen.

Heute Redaktion
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Das EMS streikt auch am Freitag.
Das EMS streikt auch am Freitag.
Picturedesk, Montage "Heute"

Die Pleiten-, Pech- und Pannenserie mit den Corona-Zahlen setzt sich in Österreich auch am Freitag fort. Nachdem am Donnerstag zum zweiten Mal seit Pandemie-Beginn kein aktueller Tageswert übermittelt werden konnte, hakt es mit dem System nun erneut. Stand 12.00 Uhr konnte "Heute" keine aktuelle Virus-Lage (Neuinfektionen, Testzahlen, Spitalsbelegungen) in Erfahrungen bringen. 

16.530 Infektionen ohne Wien und Steiermark

Ohne die Hauptstadt Wien und die Steiermark melden die Ministerien 16.530 Neuinfektionen und 5 Todesfälle. 199 Menschen benötigen derzeit intensivmedizinische Behandlung, 909 Patienten liegen auf einer Normalstation.

Die Zahlen aus den Bundesländern – so weit verfügbar:

➤ Burgenland: 509
➤ Kärnten: 1.138
➤ Niederösterreich: 3.731
➤ Oberösterreich: 4.743
➤ Salzburg: 2.327
➤ Steiermark: steht aus
➤ Tirol: 3.032
➤ Vorarlberg: 1.050
➤ Wien: steht aus

Laut den unbereinigten Rohdaten aus dem Epidemiologischen Meldesystem (EMS) liegen 28.582 neue Fälle vor. Etwaige Doppelmeldungen sind da allerdings noch nicht korrigiert.

Erwartet werden rund 25.000 Neuinfektionen österreichweit.

Aus dem Gesundheitsministerium hieß es am Donnerstag gegenüber "Heute", dass die Datenbereinigung nicht abgeschlossen werden könne. Das Problem konnte bisher offenbar noch nicht in den Griff bekommen werden.

So werden die Daten erhoben

Der Betrieb des Dashboards des Gesundheitsministeriums erfolgt durch die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und ist unter "covid19-dashboard.ages.at" abrufbar. Das Dashboard bezieht seine Daten ausschließlich aus dem Epidemiologischen Melderegister (EMS). Das EMS ist das offizielle Register, in welches von den Bezirksbehörden sowie von Labors eingetragen wird.

Das Bundesministerium für Inneres erhebt die Zahlen im Rahmen der Koordination des Staatlichen Krisen- und Katastrophenmanagements über tägliche Einmeldungen aus den Bundesländern. Diese Zahlen können Fälle enthalten, die im EMS noch nicht erfasst sind.