Wien bekommt vierten Pop-Up-Radweg

In der Lassallestraße wird der vierte Pop-Up-Radweg errichtet.
In der Lassallestraße wird der vierte Pop-Up-Radweg errichtet.Screenshot Google Maps
Die Leopoldstadt bekommt einen zweiten Pop-Up-Radweg: Nach der Praterstraße, sollen Radfahrer auch auf der Lassallestraße mehr Platz bekommen. Es ist der vierte insgesamt in der Stadt.

Einen Monat ist es her, dass Vizebürgermeisterin Birgit Hebein und Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger den ersten Pop-Up-Radweg in der Praterstraße eröffnet haben. "Die allererste Reaktion auf den Pop-Up-Radweg war der Wunsch nach einer Verlängerung über die Lassallestraße bis zur Donau. Dem kommen wir nun nach", erklärt Lichtenegger. Schon in der Nacht auf Dienstag wird das rund 600 Meter lange Stück zwischen Venediger Au und Vorgartenstraße errichtet. Eine der drei Fahrspuren stadtauswärts wird dafür wie in der Praterstraße durch orangefarbene Markierungen und Leitbaken abgesichert.

"Räder sind das ideale Fahrzeug in der Corona-Krise"

Damit reserviert Wien bereits an vier Standorten bestimmte Fahrspuren exklusiv für Radfahrer. Neben den beiden Strecken in der Leopoldstadt wurde auch das Fahren mit dem Drahtesel am Alsergrund und in der Donaustadt erleichtert. "Das Fahrrad ist das ideale Fahrzeug in der Corona-Krise. Radfahrende halten durch Lenker und Räder vorne und hinten automatischen Abstand zu anderen", heißt es in einer Aussendung vom Grünen Klub.

Wichtige Verbindung in die Donaustadt

"Die Lassallestraße ist die wichtigste Radverbindung in die Donaustadt. Außerdem fahren die Wiener insbesondere in den Sommermonaten dort vom Zentrum auf die Donauinsel und retour", weiß Martin Blum. Der Radverkehrsbeauftragte weiter: "Auf der Lassallestraße stehen dem Autoverkehr neun Spuren zur Verfügung, dem Radverkehr ein schmaler Zweirichtungsradweg. Nun wird der Platz gerechter verteilt".

Kritik von der Opposition

Kritik kommt wenig überraschend von der FPÖ: "Ziel ist ganz einfach, den Autoverkehr in Wien lahmzulegen. Auch wenn das mehr Lärm, mehr Abgase und mehr Belastung für die Anrainer bringt – alles wurscht – Hauptsache mehr Stau, über den man sich dann aufregen kann“, so FPÖ Wien-Chef Dominik Nepp. Die Blauen haben bereits am Montagvormittag gegen den neuen Radweg in der Hörlgasse (Alsergrund) demonstriert. Wie berichtet, sorgt der Abschnitt auch bei Autofahrern für Ärger.

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