Wien kündigt Impf-Vormerkplattform für 12-Jährige an

Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) war an Christi Himmelfahrt zu Gast bei "Wien heute" im ORF.
Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) war an Christi Himmelfahrt zu Gast bei "Wien heute" im ORF.Screenshot ORF
Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker erklärt, wie es nun mit den Impfungen weitergeht. Ein Schwerpunkt für Jugendliche im Sommer ist denkbar. 

Rund 557.000 Menschen in Wien haben mittlerweile mindestens eine Corona-Teilimpfung bekommen, etwas mehr als 210.000 Personen in der Bundeshauptstadt sind vollimmunisiert. Im Gespräch mit "Wien heute" erklärte Gesundheitsstadtrat Peter Hacker, wie es nun mit den Impfungen in der Landeshauptstadt weitergehen wird. 

Aktuell befinde sich Wien in "ganz guten Gesprächen" mit dem Bund darüber, Impfdosen, die für Personen mit Hauptwohnsitz in anderen Bundesländern verwendet wurden, ersetzt zu bekommen. Hintergrund: Weil durch die betrieblichen Impfungen in Firmen und im Gesundheitswesen auch zwar viele Menschen, die in Wien arbeiten, aber wo anders leben, geimpft wurden, ist Wien das Schlusslicht, was die Durchimpfungsrate bei der "eigenen" Bevölkerung betrifft. 

Wien will vom Bund Impfdosen ersetzt bekommen

Hier gebe es noch kein endgültiges Ergebnis, denn das Delta, also das Minus an Impfdosen beträgt rund 60.000. Vom Bund sollen demnächst 20.000 Dosen für Wiener ersetzt werden. Auch von Niederösterreich, dessen Bewohner prozentual gesehen am meisten von der Wiener Impf-Großzügigkeit profitierten, erhofft sich Hacker ein Entgegenkommen. 

Aktuell werfen einige niedergelassene Hausärzte bei der Impfung hin, weil sie mit AstraZeneca "nur" den unbeliebtesten Impfstoff zur Verfügung gestellt bekommen und die Zahl der Impfwilligen sinke. Hacker erklärt, dass dies mit der Ärztekammer ausgemacht gewesen sei. Weil es bei besagtem Impfstoff den meisten Erklärungsbedarf gebe und die Lagerung für Hausärzte am einfachsten sei, erhalten sie jenen Impfstoff. 

Impfschwerpunkt für Jugendliche im Sommer denkbar

Vom niederösterreichischen Weg, jetzt schon Impftermine an alle zu vergeben, hält Hacker nichts. Er rechnet vor, dass bis Ende Juni 300.000 Impfsoden unsicher seien, weil die Hersteller den vereinbarten Lieferumfang nicht einhalten könnten. Eine jetzige Vergabe von Impfterminen würde unweigerlich zu späteren Stornierungen führen. Die Zweitstiche mit dem AstraZeneca-Vakzin seien aber gesichert, so Hacker. 

Hacker stimmte auch mit SP-Chefin Pamela Rendi-Wagner überein, dass künftig auch bald Kinder geimpft werden können. Er sei nicht überrascht, wenn die EMA auf die Zulassung gewisser Impfstoffe in den USA auch für 12- bis 15-Jährige reagieren würde. Er kündigte für Wien eine Vormerkplattform an, bei der Eltern ihre Kinder in besagter Altersgruppe für eine Impfung vormerken lassen können. Dann könnte es noch im Sommer einen Impfschwerpunkt für Jugendliche geben, in einem solchen Fall würde man die 16- bis 18-Jährigen in einem Aufwaschen mitnehmen. Das könne er sich "sehr gut vorstellen", erklärte der Stadtrat. 

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