Wien

Wiener braut nun mit dem Handy Bier

Bierbrauer aufgepasst: Mit Hilfe eines neuen Systems kann die Elektronik im Kochfeld über Bluetooth gesteuert werden. Das Interesse ist groß.
Yvonne Mresch
06.07.2023, 17:38
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Seit 15 Jahren dreht sich beruflich bei Christian Hirsch alles um Hopfen und Malz. Der Elektronik- und Softwareentwickler braut leidenschaftlich gerne Bier. Die Liebe zum Getränk wurde ihm quasi in die Wiege gelegt, denn auch Papa Josef ist in der Gastronomie als Biersommelier tätig.

Einsatz in der Gastronomie

Der Techniker beschloss schließlich, Hobby und Job zu kombinieren: "Ich habe experimentiert", lacht er im Gespräch mit "Heute" – mit Erfolg. Das Ergebnis soll Bierbrauern künftig die Arbeit erleichtern. Hirsch entwickelte eine Elektronik, die in ein Induktionskochfeld eingebaut wird und über das Handy steuerbar ist. So können etwa Temperatur und Zeit eingestellt werden. "Man kann den Vorgang besser kontrollieren und muss nicht in der Nähe sein. Der Prozess kann quasi 'remote' überwacht werden", erklärt der Experte, der einige Versuche und Rückschläge einstecken musste, bevor das Endprodukt vorlag.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Über Sensoren werden Messwerte gemessen, das Smartphone analysiert diese, und steuert das Kochfeld. Alle Sensor- und Steuerwerte werden an einen Server geschickt, um den Vorgang einerseits remote zu überwachen und wo sie andererseits anschließend analysiert werden können, um die zukünftigen Brauprozesse zu optimieren. Das schöne an der Demo: Belohnt wird man anschließend mit selbst gebrautem Bier.

Eingesetzt werden könnte die Elektronik unter anderem in der Gastronomie: "Es braucht dafür ein starkes Kochfeld, für Haushaltsgeräte ist es nicht unbedingt geeignet", so Hirsch. "Dafür eignet sich das System zum zum Sous-Vide kochen oder Einkochen beziehungsweise Konservieren von Lebensmitteln, da auch hier genaue Temperaturen über gewisse Zeiten eingehalten werden müssen."

Für den Verkauf ist es nicht gedacht, stattdessen stellt der 35-jährige Hard- und Software zur Verfügung, damit ein Nachbau möglich ist. Das Interesse sei groß, so Hirsch, der selbst von der Nachfrage überrascht ist. Und welches Bier schmeckt ihm am Besten? Er lacht: "Das selbst Gebraute natürlich!" Mehr auf www.hirsch.zone

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