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Wiener empört: "Miete steigt plötzlich um 300 Euro!"

In einem Mehrparteienhaus in der Leopoldstadt hängt der Haussegen schief. Die Mieten steigen um mehrere hundert Euro und niemand wusste davon.

Maxim Zdziarski
In der Wiener Leopoldstadt steigen die Mieten an.
In der Wiener Leopoldstadt steigen die Mieten an.
Denise Auer

Dutzende Mieter aus der Schweidlgasse und der Leystraße sind stinksauer: Am Montag bekamen sie einen Brief von ihrem Vermieter zugestellt. Der Inhalt ist jedoch wenig erfreulich. Die Genossenschaft ÖSW informiert die Betroffenen darüber, dass per 1. August ihre Mieten zwischen 160 und 300 Euro erhöht werden. Das entspricht rund 30 Prozent.

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    Die Mieter sind sauer: Von einem Tag auf den anderen sollten die Mieter um 30 Prozent steigen.
    Die Mieter sind sauer: Von einem Tag auf den anderen sollten die Mieter um 30 Prozent steigen.
    Denise Auer

    Zweite Mieterhöhung in diesem Jahr

    Für die Anrainer ein Skandal: "Das ist die zweite Mieterhöhung in diesem Jahr. Von einem Tag auf den anderen zahlen einige plötzlich 300 Euro mehr für ihre Wohnung." Besonders ärgerlich ist, dass sie niemand davor informiert hat. Der Grund für die enormen Kosten: Ein Darlehen bei einer Bank mit flexiblen Zinsen. 

    Die drastische Erhöhung trifft vor allem Familien besonders hart. "Einige von uns müssen ohnehin schon jeden Cent zwei Mal umdrehen. Woher soll man plötzlich 300 Euro mehr im Monat bekommen?", fragt ein verärgerter Mieter im "Heute"-Talk. Neben den gestiegenen Energiekosten seien die neuesten Erhöhungen für viele finanziell nicht mehr leistbar. Einige spielen sogar mit dem Gedanken ausziehen zu müssen.

    Variable Zinsen steigen, Mieter müssen brennen

    Enorme Mieterhöhungen sind in den vergangenen Monaten auch bei der Mieterhilfe verstärkt thematisiert worden. Im "Heute"-Gespräch erklärte ein Sprecher, dass vor allem variable Darlehen ein großes Problem sind. "Die gestiegenen Zinsen können auf die Mieter umgewälzt werden. Dennoch muss man jeden Fall individuell betrachten", erklärt der Experte. Betroffene können sich jedenfalls kostenlos an die Mieterhilfe wenden und beraten lassen.

    ÖSW spricht von "Zahlendreher"

    Nachdem "Heute" eine schriftliche Anfrage an die ÖSW stellte, meldete sich die Genossenschaft bei ihren Mietern. In dem Brief, der "Heute" vorliegt, wird von einem Fehler bei der Bank gesprochen. Man sei hier schlichtweg einer "Fehlinformation aufgesessen", auch von einem "Zahlendreher" ist die Rede.

    Die Mieterhöhung im August erfolge dennoch, allerdings soll diese "wesentlich geringer ausfallen". Wie viel mehr die Mieter nun tatsächlich draufzahlen müssen, bleibt aber offen. Eine korrigierte Vorschreibung soll in den kommenden Tagen verschickt werden. Die "Heute"-Anfrage zu der Causa blieb seitens der ÖSW bis Redaktionsschluss allerdings unbeantwortet.

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