Wiener fährt zum Flohmarkt, muss 915 Euro Strafe zahlen

Kurioser Park-Fehler in der Donaustadt: Weil ein Mann sein Auto gleich fünf Mal am selben Platz abgestellt hat, muss er 915 Euro zahlen.

Ein mehrfach begangener Fehler kostet einen Vater in Wien mittlerweile ein kleines Vermögen. Der 48-jährige Dieter* (Name von der Redaktion geändert) wohnt in der Donaustadt und ist eigentlich ein leidenschaftlicher Schnäppchen-Jäger. Jeden Sonntag besucht er den Flohmarkt im Gewerbepark Stadlau – dort kauft er Gewand und Spielsachen für seine Kinder ein. 

Kein Platzerl für Flohmarktbesuch

Die Parkplatzsituation wurde dem 48-Jährigen zum teuren Verhängnis. Gegenüber vom Flohmarkt befindet sich ein Kundenparkplatz – dort ein Platzerl für seinen Pkw zu finden, ist laut Dieter fast unmöglich. Deswegen stellte der Wiener sein Auto an drei verschiedenen Sonntagen vor einem geschlossenem Geschäft ab. "Nachdem es keine expliziten Verbotsschilder gab und das Geschäft sowieso zu hatte, dachte ich, es sei kein Problem", erklärt er "Heute".

Einige Wochen später, nachdem der Familienvater vor dem Geschäft geparkt hatte, trudelten drei Parkstrafen ein – eine von Ende Mai, die anderen beiden datierten von Mitte Juli. Fast 600 Euro musste der Wiener fürs Falschparken blechen.

Nach 600 Euro Strafe war noch nicht Schluss..

Anfang Oktober beging der Donaustädter diesen Fehler dann noch einmal: "Ich war unter der Woche am selben Parkplatz und sah ein Park- und Halteverbotsschild vor dem Parkplatz. Als ich jedoch am Sonntag wieder kam, war das Schild weg. Deswegen bin ich davon ausgegangen, dass man vor dem Laden wieder stehen kann", erklärt Dieter. Doch er lag falsch und kassierte dafür erneut eine Geldbuße von 195 Euro. 

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Wollte Foto machen, muss 150 Euro blechen

Die vielen Strafen machten den Wiener Vater sauer, er beschloss vergangenen Sonntag auf das Fehlen des Verbotsschildes aufmerksam zu machen und wollte den Parkplatz abfotografieren. Dafür stellte seinen Wagen erneut auf demselben Ort ab. Am Dienstag bekam er Post von der Parkraumüberwachung. Jetzt muss der Donaustädter erneut 150 Euro büßen. "Sie wollten zuerst wieder, dass ich 180 Euro zahle. Ich habe aber diesmal wenigstens eine Kulanz von 30 Euro erhalten", erzählt er.

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ÖAMTC: "Schild ist nicht notwendig"

Doch Fakt ist: Ein explizites Park- und Halteverbotsschild braucht es laut dem ÖAMTC-Rechtsexperten Matthias Nagler nicht einmal. Parkplätze vor Geschäften sind oftmals Privatparkplätze – wer seinen Wagen dort abstellt, begeht Besitzstörung und muss mit Konsequenzen rechnen.

Nach 5. Strafe Lektion gelernt

Nachdem der Wiener Vater über 900 Euro verloren hat, hat er endlich aus seinen Fehlern gelernt. "Ich werde ab jetzt den Bus zum Flohmarkt nehmen", so Dieter. Ein sechstes Mal möchte er die Parkstrafe nämlich nicht mehr zahlen.

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